Monero (XMR) legte am Dienstag um fast 10 % zu und wurde bei 335,66 $ gehandelt, nachdem das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs einen Bericht veröffentlicht hatte, der zeigt, dass inzwischen fast die Hälfte aller neuen Darknet-Marktplätze, die 2025 gestartet wurden, ausschließlich auf die datenschutzorientierte Kryptowährung setzt – obwohl allein in diesem Jahr 73 Börsen den Token aus dem Handel genommen haben.
Was passiert ist: Sprunghafter Darknet-Einsatz
TRM Labs stellte fest, dass 48 % der neu gestarteten Darknet-Märkte im Jahr 2025 ausschließlich XMR unterstützen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Der Trend ist besonders ausgeprägt bei westlich ausgerichteten Plattformen, die auf verbesserte Nachverfolgungsmöglichkeiten bei Bitcoin (BTC) und dollar-gestützten Stablecoins reagieren.
Die On-Chain-Transaktionsaktivität bei Monero blieb in den Jahren 2024 und 2025 weitgehend stabil und lag kontinuierlich über dem Niveau vor 2022, trotz Delistings von großen Börsen wie Binance, Coinbase, Kraken und Huobi.
„Trotz Börsen-Delistings und behördlichem Druck liegt die XMR-Aktivität auf Monero weiterhin über dem Niveau vor 2022“, merkte TRM Labs an.
Die meisten Ransomware-Zahlungen erfolgen weiterhin in Bitcoin, da BTC nach wie vor leichter in großem Umfang zu beschaffen und zu konvertieren ist.
Die Netzwerkanalyse des Unternehmens ergab außerdem, dass 14–15 % der erreichbaren Monero-Peers ein nicht standardmäßiges Verhalten zeigten, darunter unregelmäßige Nachrichtentaktung, ungewöhnliche Handshake-Muster und eine Konzentration der Infrastruktur. Diese Anomalien deuten nicht auf Protokollfehler hin, legen jedoch nahe, dass Dynamiken auf Netzwerkebene die theoretischen Anonymitätsmodelle subtil beeinflussen können, selbst wenn die Kernkryptografie von Monero solide bleibt.
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Warum das wichtig ist: Privatsphäre versus Regulierung
Der Bericht unterstreicht eine wachsende Kluft zwischen behördlicher Durchsetzung und tatsächlicher Nutzung. Die Transaktionsvolumina in den Jahren 2024 und 2025 lagen deutlich über denen Anfang 2020–2021 und deuten auf eine anhaltende Nachfrage einer Kernnutzerbasis hin, die aktiv nach datenschutzwahrenden Transaktionen sucht – trotz weniger On-Ramps und geringerer Liquidität.
Da transparente Blockchains und Stablecoins zunehmend nachverfolgbar werden, machen die Erkenntnisse von TRM Labs deutlich, dass Monero weiterhin eine besondere Stellung einnimmt. Reale Nutzungsmuster und Netzwerkverhalten können die praktische Wirksamkeit von Anonymitätsschutz beeinflussen, selbst wenn die zugrunde liegende Kryptografie intakt bleibt.
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