Morgan Stanley, das Wall-Street-Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von 9,3 Billionen US‑Dollar, hat Amy Oldenburg zur Leiterin der Digital-Asset-Strategie ernannt und den Zugang zum Grayscale Bitcoin (BTC) Mini Trust ETF in Berater-geführten Portfolios im Umfang von über 7,4 Billionen US‑Dollar geöffnet – ein Schritt, den Analysten als Wandel von forschungsorientierter Erkundung hin zur Krypto-Umsetzung im Vollmaßstab beschreiben.
Was passiert ist: Große Wall-Street-Bank formt Krypto-Strategie aus
Die Ernennung von Oldenburg, die zuvor im Bereich Emerging Markets des Unternehmens tätig war, zementiert digitale Assets als zentrale geschäftliche Priorität. Sie wird die Produktentwicklung, Partnerschaften und den Handel über die verschiedenen Einheiten von Morgan Stanley koordinieren.
„Wenn sich Institutionen gegen dich wenden, willst du deine Schlüssel halten, du willst deine Coins halten“, sagte Oldenburg.
Dieser Schritt folgt auf eine zweijährige Entwicklung. Im Jahr 2024 konnten Berater Spot-Bitcoin-ETFs von BlackRock und Fidelity nur wohlhabenden, geeigneten Kunden mit sehr hohem Nettovermögen empfehlen.
Bis 2025 wurden die Beschränkungen aufgehoben. Alle Vermögensverwaltungskunden, einschließlich solcher mit Altersvorsorgekonten, erhielten Zugang zu Kryptofonds.
Im September 2025 wurden Pläne bekannt, den direkten Kryptohandel über E*TRADE zu starten, mit Unterstützung für Bitcoin, Ether (ETH) und Solana (SOL). Anfang 2026 reichte das Unternehmen bei der SEC Anträge für eigene Spot-Bitcoin-, Solana- und Ethereum-ETFs ein.
„2026 wird für Krypto explosiv“, sagte der Fintech-Journalist Frank Chaparro.
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Warum es wichtig ist: Die Wall Street beschleunigt Krypto-Adoption
Diese Offensive spiegelt eine breitere Branchendynamik wider. 60 % der 25 größten US‑Banken haben Bitcoin-Dienstleistungen, einschließlich Handel und Verwahrung, eingeführt oder angekündigt, darunter JPMorgan, Wells Fargo und Citi.
Der Schritt von Morgan Stanley über die reine Distribution hinaus hin zur Emission und zum direkten Handel positioniert die Bank im Wettbewerb mit BlackRock und Fidelity in einem Markt, der allein bei Bitcoin-ETFs auf über 114 Milliarden US‑Dollar an verwalteten Vermögen angewachsen ist.
Einige Beobachter haben Fragen zur Umsetzung aufgeworfen. Felix Hartmann verwies auf Einstiegsgehälter für leitende Krypto-Positionen und bemerkte, dass eine Stelle als Director of Digital Asset Strategy bei 80.000 US‑Dollar beginnt. Dies deutet darauf hin, dass Vergütungsmodelle angepasst werden müssen, um Krypto-native Talente anzuziehen.
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