Elon Musk kündigte an, dass SpaceXAI Grok 4.6 rund um den 7. August veröffentlichen will und wenige Wochen später Grok 4.7 folgen soll – ein deutlich größeres Modell mit 2,1 Billionen Parametern.
Wichtige Punkte:
- Musk peilt für Grok 4.6 grob den 7. August an, Grok 4.7 soll einige Wochen später kommen.
- Das Nachfolgemodell mit 2,1 Billionen Parametern antwortet langsamer, soll aber weniger Tokens verbrauchen.
- Der Zeitplan folgt kurz auf die Offenlegung der Kimi-K3-Gewichte und den Start von Claude Opus 5 durch Anthropic.
Grok 4.6: Starttermin Anfang August
Musk hat den Zeitplan am Dienstag auf X skizziert und Grok 4.6 als Version beschrieben, die deutlich stärker mit Supervised Fine-Tuning und Reinforcement Learning nachgeschärft wurde als das Vorgängermodell.
Die Einführung ist für etwa den 7. August vorgesehen. Grok 4.7 soll wenige Wochen später folgen. Musk positioniert das größere System als Upgrade in praktisch allen Kennzahlen – mit Ausnahme der Antwortgeschwindigkeit.
Er argumentiert, dass das langsamere Modell dieselben Aufgaben mit weniger Tokens erledige. Genau auf diese Effizienz-Story setzt SpaceXAI seit dem Frühjahr.
Unklar bleibt dabei die Parameterzahl: Die jetzt genannte Marke von 2,1 Billionen wirkt sperrig neben Musks eigener früherer Darstellung, wonach Grok 4.6 bei 2 Billionen Parametern liegen sollte, als er am 18. Juli den Trainingsplan bestätigte.
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Kimi K3 liefert die Benchmark für Grok
Die Markt-Taktung ist kein Zufall. Moonshot AI hat am Montag die vollständigen Gewichte von Kimi K3 offengelegt, einem offenen Modell mit 2,8 Billionen Parametern. Anthropic wiederum hat drei Tage zuvor Claude Opus 5 ausgeliefert. Artificial Analysis hat Kimi K3 auf seinem Intelligence-Index mit 57 Punkten eingestuft, gegenüber 54 Punkten für Grok 4.5. Das kleinere Grok-Modell erledigte dieselben Aufgaben jedoch für rund 0,31 US‑Dollar pro Task, verglichen mit 0,94 US‑Dollar bei Kimi K3.
Guillermo Rauch, CEO von Vercel, berichtet, dass interne Tests seines Unternehmens Grok 4.5 auf Platz eins beim Preis‑Leistungs‑Verhältnis in der Cybersicherheit sehen. Das Modell liege leistungsmäßig nahe bei Kimi K3, laufe aber um ein Mehrfaches günstiger als Claude Opus 5. Für ihn markiert OpenAI’s Sol-Modell dennoch weiter die technologische Spitze – noch vor dem neuen Anthropic-Modell.
Diese Lücke zwischen Ranking und Kosten bildet den Kern des SpaceXAI‑Narrativs: Grok 4.5 erzeugte bei einem Software-Engineering-Benchmark nur etwa ein Viertel der Ausgabe‑Tokens, die Claude Opus 4.8 für die gleiche Aufgabenserie verbrauchte.
Musk verschiebt seine Grok-Versprechen im Juli
Der Post vom Dienstag schließt einen Monat voller beweglicher Zielmarken ab. SpaceXAI hat Grok 4.5 am 8. Juli eingeführt – zu 2 US‑Dollar pro Million Eingabetokens und 6 US‑Dollar pro Million Ausgabetokens. Damit liegt das Modell bei weniger als der Hälfte der Preise, die Anthropic für Opus 4.8 verlangt.
Musk bezeichnete Grok 4.5 zunächst als ungefähr vergleichbar mit einem ein Jahr alten Claude-Flaggschiff. Am 24. Juli erklärte er dann, Grok 4.6 sei zwei Wochen entfernt, Grok 4.7 vier Wochen.
Alle diese Ankündigungen erfolgten auf X, nicht in Form detaillierter Model Cards. Das Unternehmen hat bislang weder Spezifikationen, Preise, Kontextfenster noch Benchmarks für die beiden kommenden Modelle veröffentlicht. Musk hat frühere KI‑Zeitpläne mehrfach verfehlt, und für beide Releases gibt es noch keine offizielle Produktseite.
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