Polymarket‑Händler taxieren die Wahrscheinlichkeit, dass Christopher Nolans „The Odyssey“ zum US-Start über 115 Millionen Dollar einspielt, derzeit auf 37 % – das stärkste von sechs möglichen Ergebnissen auf der Plattform.
Wichtige Punkte:
- Im Markt für das Startwochenende wurden bisher rund 183.000 Dollar gehandelt, die Spanne über 115 Millionen Dollar führt mit 37 %.
- Ein separater Kontrakt bewertet eine Rotten‑Tomatoes‑Wertung von über 90 Punkten mit 58 % und eine Oscar‑Nominierung als Bester Film mit 91 %.
- Händler sehen „The Odyssey“ mit 53 % als Favoriten für die meisten Nominierungen bei der 99. Oscar‑Verleihung.
Box‑Office‑Wetten setzen auf 115-Millionen-Start von „Odyssey“
Der Kontrakt ist seit dem 23. Juni handelbar und hat seither ein Volumen von rund 183.000 Dollar angezogen; etwa 53.000 Dollar Liquidität liegen aktuell im Orderbuch. Die oberste Auszahlungsspanne signalisiert eine Wahrscheinlichkeit von 37 %, nach etwa 27 % zwei Tage zuvor. Dahinter folgen die Bandbreiten 105 bis 115 Millionen Dollar mit 23,5 % und 85 bis 95 Millionen Dollar mit 16 %.
Ein klarer Mehrheitsfavorit zeichnet sich damit noch nicht ab.
Abgerechnet wird auf Basis der tatsächlichen Dreitagesumsätze in Nordamerika vom 17. bis 19. Juli, gemessen von The Numbers – nicht anhand von Studio-Schätzungen. Volumen, Liquidität und offene Positionen sind mit Beginn der Startwoche merklich gestiegen, wie Daten zeigen, die am Montag bei CryptoSlate synchronisiert wurden.
Für den Optimismus sorgen vor allem die Vorverkäufe. Der Film hat bereits mehr als 150.000 Tickets für das Startwochenende abgesetzt – etwa doppelt so viele wie „Oppenheimer“ zum vergleichbaren Zeitpunkt. Allein die Preview-Vorstellungen werden auf 15 bis 20 Millionen Dollar geschätzt. Universal Pictures bringt das Epos mit Matt Damon als erste kommerzielle Produktion in die Kinos, die vollständig auf IMAX‑Filmkameras gedreht wurde; nur 24 US‑Kinos können die 70‑mm‑Fassung zeigen.
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Rotten‑Tomatoes‑Score und Oscar‑Kontrakte spalten den Markt
Ein zweiter Kontrakt dreht sich um den Rotten‑Tomatoes‑Score, der am 20. Juli um 16 Uhr MESZ endgültig fixiert wird. Die Marktteilnehmer sehen eine Bewertung von mindestens 70 Punkten mit 98 % nahezu als sicher an. Umkämpft ist die 90‑Punkte‑Marke, die derzeit bei rund 58 % gehandelt wird – befeuert durch Kritiker, die frühe Vorführungen lobend kommentierten.
Auch bei den Award‑Wetten zeigt sich ein klarer Trend. „The Odyssey“ gilt mit 53 % als Favorit auf die meisten Nominierungen bei der 99. Oscar‑Verleihung, vor „Dune: Messiah“ mit 32 %, bei einem bisher gehandelten Volumen von rund 27.000 Dollar. Ein separater Kontrakt bepreist eine Nominierung als Bester Film mit 91 %.
Beim Kassenrekord 2026 sieht es anders aus. Im Markt für den weltweit umsatzstärksten Film des Jahres führt „Spider‑Man: Brand New Day“ mit 73 %, während Nolans Epos deutlich dahinter rangiert.
Die Lücke im Tracking erklärt die breite Spanne
Die internen Studio-Prognosen sehen den US‑Start zwischen 80 und 100 Millionen Dollar, während ein Branchenpanel von Analysten die Spanne höher ansetzt, bei 100 bis 120 Millionen Dollar.
Diese Differenz von 40 Millionen Dollar deckt auf Polymarket rund zwei Auszahlungsbereiche ab – ein wesentlicher Grund für das breite Kursbild. Beide Prognosen stammen zudem aus der Zeit vor Ablauf der Review‑Sperrfrist.
Nolan hat Prognosen in der Vergangenheit immer wieder übertroffen. „Oppenheimer“ war im Juli 2023 lediglich auf 40 bis 50 Millionen Dollar Start prognostiziert, eröffnete dann aber mit 82,4 Millionen Dollar und spielte in Nordamerika am Ende über 330 Millionen Dollar ein – bei einem Tomatometer‑Score von 93 %. Sein bislang stärkstes Startwochenende in den USA bleibt „The Dark Knight Rises“ mit 160,9 Millionen Dollar im Jahr 2012.
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