OpenAI peilt 1-Billionen-Dollar-Börsengang an, während Microsoft den größten Gewinn hält

OpenAI peilt 1-Billionen-Dollar-Börsengang an, während Microsoft den größten Gewinn hält

OpenAI bereitet sich auf einen möglichen $1 trillion IPO vor – einen Börsengang, der Microsofts 27-%-Beteiligung in ein 270-Milliarden-Dollar-Paket verwandeln könnte.

Wichtigste Punkte:

  • OpenAI tendiert Berichten zufolge zu einem Börsengang im Jahr 2027 mit einer Bewertung von mindestens 1 Billion Dollar.
  • Microsofts voll verwässerte Beteiligung könnte auf diesem Niveau rund 270 Milliarden Dollar wert sein.
  • Der mögliche Börsengang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft-Aktien trotz starken Azure-Wachstums hinterherhinken.

OpenAI-Börsengang

OpenAI hat laut in den bereitgestellten Unterlagen zitierten Berichten damit begonnen, die Grundlage für einen Börsengang zu legen, der zu den größten in der Geschichte US-amerikanischer Unternehmen zählen könnte.

Das Unternehmen hat kein Ziel von 1 Billion Dollar bestätigt, doch Sam Altman soll nicht bereit sein, eine niedrigere Bewertung zu akzeptieren und tendiert eher zu einem Börsendebüt im Jahr 2027 als Ende 2026.

OpenAI teilte im Juni mit, dass es vertrauliche Unterlagen bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht habe – ein formeller Schritt in Richtung eines Börsengangs. Microsoft besitzt auf voll verwässerter Basis rund 27 % von OpenAI, eine Beteiligung, die bei Abschluss der Umstrukturierung von OpenAI zu einer Public-Benefit-Corporation im Oktober 2025 auf etwa 135 Milliarden Dollar geschätzt wurde.

Bei einer Bewertung von 1 Billion Dollar zum Börsengang wäre diese Beteiligung etwa 270 Milliarden Dollar wert, was ungefähr 9 % von Microsofts Marktkapitalisierung von 2,9 Billionen Dollar entspräche.

Dieselbe Umstrukturierung verlängerte Microsofts Rechte an OpenAI-Technologie bis 2032 und umfasste OpenAIs Verpflichtung, weitere 250 Milliarden Dollar an Azure-Cloud-Diensten zu erwerben.

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Microsoft-Beteiligung

Der mögliche Börsengang ist relevant, weil Microsoft-Aktien im Jahr 2026 um etwa 19 % gefallen sind und fast 30 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch notieren, obwohl das Kerngeschäft des Unternehmens weiter wächst.

Im dritten Geschäftsquartal zum 31. März 2026 meldete Microsoft einen Umsatz von 82,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahr, während der Gewinn je Aktie um 23 % auf 4,27 Dollar stieg.

Der Umsatz von Azure und anderen Cloud-Diensten wuchs um 40 %, doch die Anleger konzentrieren sich auf die erwarteten Investitionsausgaben von 190 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2026.

OpenAI diskutiert laut der Financial Times auch einen Vorschlag, der der US-Regierung einen Beteiligungsanteil von 5 % einräumen würde, wobei sich die Gespräche jedoch noch in einem frühen Stadium befinden und auf politische Hürden stoßen könnten. Befürworter vergleichen die Idee mit der 9,9-%-Beteiligung der Regierung an Intel im Rahmen des CHIPS Act, während Kritiker argumentieren, sie ziele eher auf politisches Wohlwollen als auf die Schaffung öffentlichen Wohlstands ab.

Der Börsengang würde Microsoft zwar nicht sofort Barmittel zuführen, aber er würde einem Vermögenswert, dessen Bewertung Investoren bislang schwerfällt, einen öffentlichen Marktwert zuordnen.

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