OpenAI plant angeblich bildschirmlosen KI-Begleiter für zu Hause für rund 300 Dollar

OpenAI plant angeblich bildschirmlosen KI-Begleiter für zu Hause für rund 300 Dollar

OpenAI will Insidern zufolge sein erstes eigenes Gerät als tragbaren, bildschirmlosen Smart Speaker auf den Markt bringen – zum Preis von rund 200 bis 300 Dollar und positioniert als menschenähnlicher KI-Begleiter für den Haushalt.

Zentrale Punkte:

  • OpenAIs erstes Hardwareprodukt ist ein beweglicher, bildschirmfreier Smart Speaker, der als KI-Hausbegleiter dienen soll.
  • Das Gerät verfügt über Kamera, Sensoren und einen Akku und setzt auf einen weiterentwickelten ChatGPT-Sprachmodus.
  • Ein anvisierter Preis von 200 bis 300 Dollar und eine neue Apple-Klage prägen nun die Markteinführung.

OpenAI-Lautsprecher verzichtet bewusst auf einen Bildschirm

Der Lautsprecher soll laut Personen, die das bislang geheime Projekt beschrieben haben, Smart-Home-Geräte steuern, Medien abspielen, Fragen beantworten und auf Nachrichten reagieren.

Herzstück ist ChatGPT von OpenAI. Bewegliche mechanische Elemente sollen dafür sorgen, dass das Gerät weniger wie ein Gadget wirkt – und mehr wie eine eigene Präsenz im Raum.

Eine Kamera und weitere Sensoren erfassen die Umgebung. So kann der Speaker seine Nutzerin oder seinen Nutzer besser kennenlernen und das Erlebnis stärker personalisieren. Ein wiederaufladbarer Akku ermöglicht den Einsatz in verschiedenen Räumen.

Die Stimme basiert auf GPT-Live, einem aufgerüsteten ChatGPT-Modus, den OpenAI in diesem Monat ausgerollt hat. Das System kann gleichzeitig zuhören und sprechen. Berichte verorten den Preis zwischen 200 und 300 Dollar, und das Unternehmen zielt darauf ab, den Lautsprecher noch in diesem Jahr erstmals zu zeigen – mit Marktstart bis spätestens 2027. OpenAI versteht das Produkt als Heimcomputer für das KI-Zeitalter, nicht als weiteren Standard-Lautsprecher.

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Apple-Klage überschattet OpenAIs Hardware-Offensive

Apple hat OpenAI vergangene Woche wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt und den Fall als Spitze eines strukturellen Problems dargestellt.

OpenAI weist die Vorwürfe zurück, verweist auf fehlende Belege und hält an den Plänen für einen Börsengang fest, der in den kommenden Monaten erwartet wird.

Der Vorstoß versetzte Wettbewerber in Unruhe. Aktien des Lautsprecherherstellers Sonos rutschten im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich um mehr als 10 % ab, bevor sie einen Teil der Verluste wieder aufholten. Apple gab weniger als 1 % nach.

Skeptiker bezweifeln, dass ein Späteinsteiger etablierte Systeme verdrängen kann, die seit 2014, als Amazon den ersten Echo auslieferte, Haushalte dominieren. Google Nest und Apples HomePod decken Sprachsteuerung, Medienwiedergabe und Smart-Home-Funktionen bereits ab. Zusätzlichen Diskussionsstoff liefert die Kamera – sie filmt den Raum dauerhaft statt nur auf ein Aktivierungswort zu reagieren, was Datenschutzbedenken weckt.

OpenAI war 2025 mit der Übernahme von io Products für rund 6,5 Milliarden Dollar in die Hardware eingestiegen. Mitgegründet wurde das Unternehmen vom früheren Apple-Designer Jony Ive.

Das Team vereint inzwischen Ingenieure, die zuvor am iPhone und Mac gearbeitet haben. OpenAI plant dem Vernehmen nach rund fünf Geräte – mit dem neuen Lautsprecher als erstem Produkt in der Pipeline.

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