Polygon (POL) hat einen Krypto-Spendenkanal zum offiziellen Katastrophenhilfefonds Nepals geöffnet, nachdem Sturzfluten mindestens 1.252 Menschen das Leben gekostet haben.
Wichtigste Punkte:
- Polygon hat einen Krypto-Spendenkanal eingerichtet, der in den „Prime Minister Disaster Relief Fund“ der Regierung von Nepal einspeist.
- Spenden werden Onchain von Engage Nepal, einer US‑Nichtregierungsorganisation, eingesammelt und anschließend an den staatlichen Hilfefonds weitergeleitet.
- Der Gletscherabbruch vom 26. August forderte mindestens 1.252 Todesopfer; mehr als 4.200 Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Polygon macht Onchain-Spenden für Nepal möglich
Das Netzwerk kündigte die Kampagne auf X an, verwies Spender auf nepalrelief.org und sicherte zu, dass sämtliche Mittel der Fluthilfe zufließen. Die Open-Money-Stack-Infrastruktur von Polygon übernimmt Routing, Bridging und Konvertierung der Vermögenswerte. Spender können damit jeden unterstützten Token auf jeder angebundenen Blockchain einsetzen, ohne selbst ein Netzwerk wählen zu müssen.
Sandeep Nailwal, Chef der Polygon Foundation, erklärte, die Erlöse würden an den „Prime Minister Disaster Relief Fund“ der Regierung von Nepal gehen.
Auf der Website wird eine öffentliche Wallet veröffentlicht, die USDC (USDC) auf Ethereum (ETH) und Polygon akzeptiert. Die Spenden werden Onchain von Engage Nepal, einer US‑Non-Profit-Organisation unter Leitung des ehemaligen Botschafters Scott DeLisi, gesammelt und verbucht.
Die Organisation arbeitet mit Partnern vor Ort in Nepal zusammen und leitet die Gelder an den staatlichen Fonds weiter. Unterstützt wird das Projekt von der Börse Coinme; für US‑Spender steht zusätzlich eine Dollar-Spendenstrecke über die Cross River Bank bereit.
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Flutkatastrophe in Nepal als Testfall für Krypto-Hilfe
Ein Gletscherabbruch am 26. August löste eine Lawine aus Eis, Fels und Schlamm durch den Trishuli‑Korridor entlang der Grenze zu China aus und zerstörte Siedlungen in Rasuwa, Nuwakot und Dhading. Die Behörden meldeten mindestens 1.252 Tote und über 4.200 Vermisste; rund 7.500 Häuser wurden vollständig zerstört.
Schätzungen zufolge müssen etwa 20.000 Häuser an sichereren Standorten neu errichtet werden. Das Kabinett hat den 7. September als nationalen Trauertag festgelegt.
Nepals eigenes Spendenportal führt bislang keine Krypto-Wallet auf. Digitale Vermögenswerte kommen damit vor allem auf der Einsammel-Ebene zum Einsatz – der finale Mittelabfluss hängt weiterhin von Hilfsorganisationen ab, die Tokens in Fiatwährungen umtauschen und Gelder über regulierte Kanäle transferieren können.
Die nepalesische Polizei hat gewarnt, dass Betrüger mit gefälschten QR‑Codes und privaten Konten Fluthilfegelder abgreifen wollen.
Die Zentralbank aufforderte die Bevölkerung, Kontonamen sorgfältig mit den Angaben des Premierministeramts abzugleichen, nachdem Berichte über betrügerische Konten im Namen des Hilfsfonds aufgetaucht waren. Hilfswerke gehen davon aus, dass rund 65.000 Menschen in fünf Distrikten dringend sauberes Wasser und Sanitärversorgung benötigen – darunter mehr als 22.000 Kinder.
Krypto-Spender folgen dem Nailwal-Playbook
Polygon ist nicht der einzige Akteur aus der Kryptobranche, der reagiert. Ripple hat am 29. August eine Spende von 300.000 US‑Dollar an World Central Kitchen und Mercy Corps zugesagt. Solana (SOL) wiederum versteigerte neun Werbeflächen im Profilbild auf X und sammelte so 166.946,50 USDC für die Nepal-Hilfe ein.
Nailwal greift damit auf ein bekanntes Modell zurück. Bereits 2021 gründete er den „India COVID-Crypto Relief Fund“, der während der zweiten Corona-Welle in Indien Spenden über öffentliche Wallets einsammelte.
Diese Initiative zog später eine Krypto-Spende von Vitalik Buterin an, die zum Zeitpunkt der Überweisung nahe an der Marke von 1 Milliarde US‑Dollar bewertet wurde – und dient nun als Blaupause für das aktuelle Nepal-Engagement von Polygon.
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