Polymarket-Händler kassieren 477.000 $ mit Iran-Wette und schüren Insider-Ängste

Polymarket-Händler kassieren 477.000 $ mit Iran-Wette und schüren Insider-Ängste

Mehrere Polymarket-Händler verwandelten perfekt getimte Wetten auf die US‑Iran-Waffenruhe in Auszahlungen in sechsstelliger Höhe – ein Konto soll bei einer einzigen Wette rund 3.500 % erzielt haben – und schürten damit wachsenden Verdacht auf Insiderhandel auf Prognosemärkten.

Polymarket‑Gewinne mit der Waffenruhe

Die Blockchain-Analysefirma Lookonchain markierte einen Trader mit dem Handle BlueHorseshoe86, der mit einer Waffenruhe‑Wette 194.000 $ einstrich.

Dasselbe Konto hatte zuvor bereits 260.000 $ mit einer „Maduro raus“-Wette verdient, die an die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar gekoppelt war (capture of Venezuelan President Nicolás Maduro).

„Sein Gesamtgewinn liegt nun bei 440.000 $, alles aus Wetten auf ‚Maduro raus‘ und die US‑Iran‑Waffenruhe“, merkte Lookonchain an.

Ein anderer Nutzer verwandelte 13.200 $ in 477.544 $ – ein Plus von etwa 3.500 % auf eine einzelne Position. „Er hat wirklich das ganze Geld, das er auf dem Konto hatte, in diesen Trade gesteckt. Was wusste er?“, fragte ein Marktbeobachter.

Eine dritte Wallet, von dem Prognosemarkt‑Tracker Polymarket History als „verdächtig“ eingestuft, soll über 400.000 $ verdient haben, indem sie sowohl das Timing der iranischen Militäroperation als auch die anschließende Waffenruhe korrekt vorhersagte. „Kurz vor der Operation erstellt. Zwei perfekte Calls. Über 400.000 $ Profit“, hieß es im Beitrag des Trackers.

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Bedenken wegen Insiderhandels

Bestätigte Beweise für Insiderhandel sind bisher nicht aufgetaucht. Doch die Präzision und das Ausmaß dieser Gewinne haben die Debatte darüber neu entfacht, wie Prognosemärkte mit sensiblen geopolitischen Wetten umgehen.

Das Muster ist kein Einzelfall. US‑Gesetzgeber haben Gesetzentwürfe eingebracht, die die Aufsicht über Prognoseplattformen ausweiten und Regierungsbeamten Wetten auf politische Ergebnisse untersagen würden.

Polymarket selbst veröffentlichte als Reaktion aktualisierte Regeln zur Marktintegrität. Der neue Rahmen verbietet den Handel mit gestohlenen vertraulichen Informationen, das Agieren auf Basis illegaler Tipps sowie Wetten auf Ergebnisse, die ein Nutzer direkt beeinflussen kann.

Bitcoin‑Rallye durch Waffenruhe

Die Waffenruhe‑Ankündigung trieb auch den breiteren Kryptomarkt deutlich nach oben.

Bitcoin (BTC) stieg um bis zu 4,9 % auf 72.738 $ und erreichte laut Bloomberg‑Daten den höchsten Stand seit dem 18. März.

Ether (ETH) legte um bis zu 7,4 % auf 2.273 $ zu. Die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen stieg von rund 2,3 Billionen $ auf etwa 2,43 Billionen $, da Anleger wieder in Risk‑On‑Assets umschichteten. Die Rallye löste nahezu 600 Mio. $ an Liquidationen gehebelter Krypto‑Futures aus, wobei Short‑Seller den Großteil der Verluste tragen mussten.

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