Ein Polymarket-Trader mit dem Namen coldsway verlor 11,6 Millionen US‑Dollar bei Wetten auf die FIFA‑Weltmeisterschaft 2026, nachdem die meisten Positionen des Kontos scheiterten.
Kernaussagen:
- Coldsway verlor in 10 Tagen 11,6 Millionen US‑Dollar; nur vier von 15 WM‑Wetten endeten im Gewinn.
- Das Konto verlor 15,86 Millionen US‑Dollar in 11 fehlgeschlagenen Positionen, die 4,23 Millionen US‑Dollar Gewinn aus vier Gewinnern mehr als ausglichen.
- Auch andere große Polymarket‑Trader erlitten Verluste, nachdem Favoriten in wichtigen Spielen Außenseiter nicht schlagen konnten.
Polymarket‑Verluste
Polymarket‑Daten zeigen, dass das Wallet über den Zeitraum von 10 Tagen eine Trefferquote von 26,7 % erzielte und damit einen der sichtbarsten Verluste des Turniers hinnehmen musste.
Der Trader erzielte 4,23 Millionen US‑Dollar mit vier gewinnbringenden Positionen, verlor jedoch 15,86 Millionen US‑Dollar mit den übrigen 11. Der größte Verlust stammte aus einer Wette über 4,9 Millionen US‑Dollar darauf, dass Marokko sein Spiel am 4. Juli nicht gewinnen würde – eine Wette, die sich vollständig gegen das Konto auflöste.
Eine weitere Position über 3,1 Millionen US‑Dollar gegen Kanada scheiterte ebenfalls. Verluste im Zusammenhang mit Portugal, Belgien und Spanien verschärften den Schaden und verringerten das Kontoguthaben, da mehrere Favoriten beziehungsweise Konsenspositionen in die falsche Richtung liefen.
Die gewinnbringenden Trades waren kleiner und eher konträr. Dazu gehörten eine Unentschieden‑Wette auf Australien gegen Ägypten, die über 1,1 Millionen US‑Dollar einbrachte, sowie ein Spread auf Ghana gegen Kolumbien mit einem ähnlichen Gewinn.
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WM‑Wetten
Die Verluste traten auf, als WM‑Märkte zu einer wichtigen Aktivitätsquelle für Prognoseplattformen wurden und Polymarket während der Gruppenphase hohe Volumina von Fußball‑Wettern anzog.
Das Muster spiegelt auch einen breiteren Turniertrend wider. Große Wetten auf Favoriten wurden bestraft, wenn Außenseiter Unentschieden erzwangen oder für Überraschungen sorgten und scheinbar sichere Positionen nach den Marktregeln in Totalverluste verwandelten.
Coldsway war nicht das einzige Konto, das von dieser Volatilität getroffen wurde. Ein pseudonymer Trader namens FlickRaw verlor Mitte Juni in weniger als einem Tag rund 4,2 Millionen US‑Dollar, nachdem zwei große Wetten auf Favoriten scheiterten.
FlickRaw setzte zunächst 2,7 Millionen US‑Dollar auf die Niederlande gegen Japan, nur um durch einen späten japanischen Ausgleich mit einem 2:2 konfrontiert zu werden. Danach riskierte der Trader 1,5 Millionen US‑Dollar auf Belgien gegen Ägypten, das ebenfalls mit einem Unentschieden endete.
Eine weitere Überraschung kostete Unterstützer Spaniens rund 1 Million US‑Dollar, nachdem Kap Verde den Europameister bei einem torlosen Remis hielt. Dieses Ergebnis zahlte stattdessen einen Trader aus, der gegen Spanien gewettet hatte.
Coldsways Konto ist vor den K.-o.-Runden weiterhin aktiv, und mehrere laufende Positionen könnten die Endbilanz noch verändern. Doch die 10‑Tage‑Phase zeigt, wie WM‑Prognosemärkte konzentrierte Risiken hart bestrafen können, wenn Favoriten nicht gewinnen.
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