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Prognosemärkte wachsen um 2.800 % in einem Jahr durch Wetten auf Kriege

Prognosemärkte wachsen um 2.800 % in einem Jahr durch Wetten auf Kriege

Prognosemärkte schnellten im März 2026 auf Rekordniveaus und verarbeiteten über 191 Millionen Transaktionen im Wert von fast 24 Milliarden US‑Dollar in nur einem Monat – ein Sprung um 2.800 % gegenüber den 1,85 Milliarden US‑Dollar im März 2025 –, da automatisierte KI‑Agenten, geopolitische Konflikte und politisches Wetten eine beispiellose Welle an Aktivität in den Sektor lenkten.

KI‑Bots formen den Markt neu

Das Blockchain‑Analyseunternehmen TRM Labs berichtete, dass automatisierte KI‑Agenten und Hochfrequenz‑Handelsbots innerhalb eines einzigen Monats rund 40 Millionen US‑Dollar aus Marktineffizienzen extrahierten.

Diese digitalen Händler reagieren in Millisekunden auf Nachrichten über weltweite Unruhen und verschieben häufig die Vertragspreise, bevor menschliche Teilnehmer eine Schlagzeile überhaupt verarbeiten können.

Das Unternehmen stellte fest, dass Prognosemärkte inzwischen als Echtzeit‑Indikatoren für geopolitische und makroökonomische Ereignisse fungieren. Größere Zugänglichkeit, regulatorischer Fortschritt und die Integration in Mainstream‑Plattformen wie Google Finance haben das Wachstum befeuert. Große Medienhäuser zitieren die Wahrscheinlichkeitsangaben der Plattformen zunehmend neben traditionellen Umfragedaten.

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Konflikte und Wahlen treiben das Volumen

Der wichtigste Treiber der Aktivität hat sich von Spekulationen über Kryptowährungskurse wegverlagert. Händler setzen nun auf den US‑israelischen Konflikt mit Iran und andere internationale Brennpunkte sowie auf die Vorwahlen zur US‑Präsidentschaftswahl 2028.

Die monatliche Summe von 24 Milliarden US‑Dollar deutet darauf hin, dass Anleger Prognosemärkte als Instrumente zur Absicherung gegen Veränderungen der Wirtschaftspolitik und der Zinssätze betrachten. Plattformen wie Kalshi und Polymarket haben begonnen, interne Beschränkungen für die umstrittensten Vertragsarten einzuführen, um ihre Rolle als Prognosewerkzeuge zu bewahren.

Washington richtet den Blick auf Regulierung

Die rasante Expansion hat die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden in Washington auf sich gezogen, die vor möglichem Insiderhandel im Zusammenhang mit militärischen Aktionen und Regierungsentscheidungen warnen.

Ein parteiübergreifender Vorstoß für neue Gesetzgebung ist im Gange. US‑Präsident Donald Trump und Mitglieder des Kongresses prüfen einen Gesetzentwurf, der Verträge verbieten würde, die an das geknüpft sind, was Gesetzgeber als „Casino‑ähnliche“ Ereignisse bezeichnen, was möglicherweise die beliebtesten Kategorien der Branche auslöschen würde.

Der Ausgang dieser regulatorischen Auseinandersetzungen wird wahrscheinlich bestimmen, ob Prognosemärkte zu einem festen Bestandteil der Finanzwelt werden.

Vorerst bleibt der Sektor zwischen seinem Nutzen als Prognoseinstrument und seinem wachsenden Ruf als Ort für Spekulationen über globale Instabilität gefangen.

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