Privatanleger beginnen laut neuer Analyse des Krypto-Market-Makers Wintermute, ihr Kapital zwischen Kryptowährungen und Aktien aufzuteilen, anstatt beide Anlageklassen gleichzeitig zu kaufen.
Die Divergenz, die Ende 2024 einsetzte, hat ihren größten Stand in der jüngeren Vergangenheit erreicht.
Was die Daten zeigen
Wintermute combined seine proprietären Retail-Krypto-Flow-Daten mit den Retail-Aktienzuflussdaten von JP Morgan, um die Beziehung zwischen den beiden Anlageklassen abzubilden.
Zwischen 2022 und Ende 2024 behandelten Privatanleger beide als komplementäre Risk-on-Vehikel und kauften sie parallel. Diese rollierende Korrelation ist inzwischen negativ – Privatanleger rotieren jetzt zwischen den beiden, anstatt in beide hineinzugehen.
Drei Entwicklungen beschleunigten dies im Jahr 2025: Memecoins und KI-Agent-Token fesselten kurzzeitig die Aufmerksamkeit der Privatanleger, als die Aktienmärkte stagnierten; Privatanleger kauften im April rund um den Zollschock aggressiv Kursrückgänge bei Aktien; und eine nahezu vollständige Umschichtung in Aktien hat sich seit dem 10. Oktober persisted gehalten.
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Warum das wichtig ist
Wintermute zieht eine klare Kausallinie: Die erhöhte Aktivität an den Aktienmärkten entzieht dem Kryptomarkt Kapital – nicht umgekehrt.
Das Unternehmen erklärt, dass aktiengetriebene Retail-Aktivität identifizierbare Zeitfenster schafft, in denen Kryptowährungen mit nachhaltigeren Kaufinteressen rechnen können – eine Kennzahl, die Krypto-Investoren im Blick behalten sollten.
Das sich verengende Volatilitätsprofil von Krypto steht im Zentrum dieser Dynamik. Das BTC/NDX-Volatilitätsverhältnis fiel in der ersten Jahreshälfte 2025 unter den Faktor 2 – ein historischer Tiefstand.
Volatilität war ein Hauptanreiz für Privatanleger, in Krypto einzusteigen. Während sich dieser Vorteil abschwächt, absorbieren Aktien denselben spekulativen Impuls.
Der strukturelle Hintergrund
Zwei Kräfte verstärken diesen Trend. Reibungslose On-/Off-Ramps über Fintech-Plattformen ermöglichen es Kapital heute, ohne Hürden aus Krypto abzuziehen; in früheren Zyklen sorgten hohe Einstiegshürden dafür, dass einmal deploytes Kapital innerhalb des Token-Ökosystems zirkulierte.
KI-gestützte Analysetools verschaffen Privatanlegern zudem einen wahrgenommenen Vorteil im Aktienbereich, wo etablierte Bewertungsrahmen existieren. Kryptowährungen fehlt es an vergleichbaren Standards, was das Vertrauen der Privatanleger in ihre Positionierung dort schwächt.
Bei einer Marktkapitalisierung von 2,3 Billionen US-Dollar – rund 40 % unter dem Allzeithoch – erfordern Kursbewegungen im Kryptomarkt heute deutlich höhere Kapitalströme als vor fünf Jahren.
Wintermute kommt zu dem Schluss, dass Kryptowährungen weiterhin einen Platz in den Portfolios von Privatanlegern haben, jedoch als ein Spekulationsvehikel unter vielen – nicht mehr als das zentrale.
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