Revolut hat am Montag seine erste physische Kryptokarte vorgestellt – eine Dogecoin (DOGE)-Debitkarte mit einem LED-Panel, das aufleuchtet, wenn Nutzer kontaktlos bezahlen.
Einführung der Revolut-Dogecoin-Karte
Das in London ansässige Fintech hat das Produkt auf X angeteasert und den Start mit dem Satz „Might have dropped our first ever physical crypto card, idk.“ eingerahmt. Die Karte funktioniert überall dort, wo Visa und Mastercard akzeptiert werden.
Die erste Einführungsphase umfasst das Vereinigte Königreich und den Europäischen Wirtschaftsraum. Ungarn, die Schweiz und Portugal sind zum Start ausgeschlossen.
Revolut erklärt, dass keine zusätzlichen Umtauschgebühren anfallen, auch wenn Käufe zum Marktpreis zum Zeitpunkt der Transaktion abgerechnet werden und in vielen Jurisdiktionen eine Steuerpflicht auslösen können. Die Karte wandelt Krypto automatisch in die vom Händler benötigte Währung um, und Transaktionen werden abgelehnt, wenn das Guthaben nicht ausreicht.
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Zunehmende Verbreitung von Kryptokarten
Tägliche Kryptokarten-Transaktionen haben laut On-Chain-Daten von The Block an mehreren jüngeren Tagen die Marke von 100.000 überschritten, wobei der Trend seit dem vergangenen Jahr steigt. Börsen wie Coinbase, Binance und Crypto.com haben die Verfügbarkeit ihrer Karten deutlich ausgeweitet.
Gemini verweist auf sein Kartengeschäft als eine bedeutende Umsatzquelle, und Stablecoin-Emittenten sowie Self-Custody-Wallets beginnen, Karten als natürliche Erweiterung ihrer Produktangebote zu betrachten.
Die Entwicklung zeigt, dass sich Krypto-Bezahlwege in Formate hineinbewegen, die Verbraucher an der Kasse bereits kennen.
Der Revolut-Start fällt in einen breiteren Produktzyklus. Trust Wallet hat kürzlich Revolut Pay für Token-Käufe integriert, und das Unternehmen arbeitet mit Mastercard an einem Karten-Rollout in den USA.
Revoluts Bankoffensive
Die Karteneinführung folgt auf eine stetige Erweiterung von Revoluts Krypto- und Bankgeschäft. Im März hat das Unternehmen sich die regulatorische Genehmigung gesichert, als voll lizenzierte Bank im Vereinigten Königreich zu agieren – kurz nachdem ein Antrag auf eine neue Banklizenz beim US Office of the Comptroller of the Currency eingereicht wurde. Im vergangenen Jahr wurde das Polygon (POL)-Netzwerk für Überweisungen, Staking und In-App-Kartenzahlungen integriert.
Am 14. Mai hat die Financial Conduct Authority Revolut Trading eine Variation of Permissions für gehebelte Produkte, diskretionäre Portfoliosteuerung und Beratungsleistungen erteilt.
CEO Nik Storonsky peilt einen Börsengang nicht vor 2028 an, mit einer angestrebten Bewertung zwischen 150 und 200 Milliarden US-Dollar. Revolut Business bedient inzwischen rund 767.000 Kunden, ein Plus von 33 % im Jahresvergleich.
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