Ripple hat sich die vorläufige Genehmigung für eine Lizenz als Electronic Money Institution von der Finanzaufsicht Luxemburgs gesichert und rückt damit dem Ziel näher, unter den Passporting-Regeln regulierte Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte in der gesamten Europäischen Union anzubieten.
Was passiert ist: Vorläufige EMI-Genehmigung in Luxemburg
Die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) hat Ripple am Mittwoch ein „Greenlight-Schreiben“ erteilt, das eine bedingte Zulassung zur Verfolgung einer vollständigen EMI-Lizenz signalisiert.
Die Genehmigung würde es dem Unternehmen ermöglichen, Zahlungsdienste in Stablecoins und anderen digitalen Vermögenswerten in der gesamten EU anzubieten, vorbehaltlich der endgültigen aufsichtsrechtlichen Auflagen.
„Der Erhalt unserer vorläufigen Genehmigung ist ein entscheidender Schritt und ermöglicht es Ripple, unseren Kunden in ganz Europa eine grundlegende Infrastruktur für digitale Vermögenswerte bereitzustellen“, sagte Cassie Craddock, Managing Director von Ripple für Großbritannien und Europa.
Die Genehmigung in Luxemburg folgt weniger als eine Woche, nachdem das Unternehmen von der Financial Conduct Authority des Vereinigten Königreichs für seine Tochtergesellschaft Ripple Markets UK eine EMI-Lizenz und eine Zulassung als Krypto-Asset-Unternehmen erhalten hat.
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Warum es wichtig ist: EU-weite Regulierungsexpansion
Ripple strebt gleichzeitig eine Zulassung als Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen im Rahmen des EU-Regelwerks „Markets in Crypto-Assets“ an, mit dem Ziel, in den kommenden Monaten vollständig MiCA-konform zu sein.
Die Genehmigungen in Luxemburg und im Vereinigten Königreich ergänzen mehr als 75 aufsichtsrechtliche Zulassungen, die das Unternehmen weltweit hält, darunter Lizenzen als Geldübermittler in 43 US-Bundesstaaten und -Territorien.
„Regulatorische Klarheit ist das Fundament institutioneller Akzeptanz“, sagte Craddock und betonte, dass der Ansatz Luxemburgs das Land als Zentrum für finanzielle Innovation positioniere.
Die Entwicklung erfolgt nur eine Woche, nachdem Ripple vom britischen Financial Conduct Authority eine vollständige EMI-Lizenz und eine Registrierung als Krypto-Asset-Unternehmen erhalten hat. Das Unternehmen sichert sich damit auf beiden Seiten des Ärmelkanals rasch Genehmigungen.
Luxemburg mag mit rund 677.717 Einwohnern klein sein, ist aber bedeutsam, weil viele große Unternehmen und Banken dort wichtige Eurozonen-Aktivitäten bündeln. Deshalb kann eine EMI-Lizenz dort großes Gewicht haben – insbesondere, wenn sie Ripple letztlich erlaubt, seine Dienste per „Passporting“ in der gesamten EU anzubieten.
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