Samsung streicht 839 Jobs in den USA – und präsentiert zugleich neue Falt-Handys

Samsung streicht 839 Jobs in den USA – und präsentiert zugleich neue Falt-Handys

Samsung hat am Mittwoch bei einem Event in London seine Foldable-Generation 2026 vorgestellt – nur wenige Tage nachdem der Konzern Stellenstreichungen und Versetzungen für 839 Beschäftigte in den USA im Zuge der Verlagerung seiner Zentrale nach Texas bestätigt hat.

Die wichtigsten Punkte:

  • Samsung hat in London drei neue Falt-Smartphones sowie aufgefrischte Galaxy-Uhren enthüllt.
  • 839 Stellen in den USA sind vom Umzug der Zentrale für Unterhaltungselektronik von New Jersey nach Texas betroffen.
  • Die Chip-Sparte profitiert massiv vom KI-Boom, während das Mobilgeschäft auf den ersten operativen Verlust zusteuert.

Foldables im Mittelpunkt des Londoner „Unpacked“

Der Konzern veranstaltete seine Unpacked-Keynote erstmals im Sommer in London; der Livestream startete um 15 Uhr deutscher Zeit. Im Rampenlicht standen drei Faltmodelle: das breitere Galaxy Z Fold 8, das höher bauende Galaxy Z Fold 8 Ultra sowie das Klappmodell Galaxy Z Flip 8. Ergänzt wurde die Palette durch die neuen Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2, deren Ultra-Version die Display-Helligkeit deutlich nach oben schraubt – flankiert von einem Teaser für Galaxy Glasses, die gemeinsam mit Google entwickelt werden.

Samsung hat seine Namenslogik in diesem Jahr neu sortiert: Das „Ultra“-Label wandert auf den hohen Nachfolger des Vorjahres-Fold 7, während das breitere, reisepassförmige Modell schlicht als Fold 8 firmiert. Parallel führt der Hersteller eine neue „Flex Titanium“-Displaytechnologie ein, die den bislang störenden Knick in der Bildschirmmitte weitgehend eliminieren soll. Vorabberichte taxieren den Einstiegspreis des Basis-Fold bei rund 1.900 US-Dollar, das Ultra-Modell soll bei etwa 2.100 US-Dollar liegen.

Auch interessant: Anthropic jagte einem Robotik-Startup mit 11-Milliarden-Bewertung nach – bevor das Dementi kam

Jobabbau trotz Rekordgewinnen im Chipgeschäft

Der Glanz des Londoner Auftritts steht im Kontrast zur Lage in den USA, wo Samsung leise seine Belegschaft ausdünnt. Laut einer Mitteilung fallen 739 Stellen am Standort Englewood Cliffs in New Jersey dem Umzug von Samsung Electronics America nach Plano, Texas, zum Opfer. Weitere rund 100 Beschäftigte verlieren ihre Jobs am bereits bestehenden Standort in Plano. Brisant: Die New-Jersey-Zentrale war erst vor weniger als einem Jahr mit großem Aufwand eröffnet worden.

Ein Großteil der betroffenen Mitarbeitenden in New Jersey erhielt Versetzungsangebote. Ein Schreiben vom 30. Juni spricht jedoch von einem konzernweiten Stellenabbau mit erheblichen Auswirkungen. Besonders hart trifft es Vertrieb und Marketing. Die Maßnahme kommt zur Unzeit: Während die Chip-Sparte einen nahezu 19-fachen Anstieg des Quartalsgewinns meldet, stellt sich die Mobilsparte auf ihren ersten Verlust überhaupt ein.

Texas als Signal für tiefgreifende Neuaufstellung

Das doppelte Bild zeigt einen Konzern, der Ressourcen klar in Richtung Halbleiter und weg von klassischen Endgeräten verschiebt. Samsung verlegt sein US-Kundengeschäft in einen Bundesstaat, in dem bereits Chipfabriken und ein mobiles Drehkreuz in Plano angesiedelt sind – angelockt von niedrigeren Steuern und einem wachsenden KI-Ökosystem. Zugleich hat das Unternehmen Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe in neue Halbleiterwerke über die kommenden Jahre zugesagt.

Der Rückzug aus New Jersey fügt sich in ein größeres Branchenszenario. Microsoft, Amazon und Meta haben ebenfalls Personal abgebaut, während sie massiv in KI-Infrastruktur investieren. Samsung reiht sich zudem bei Tesla und Oracle ein, die ebenfalls verstärkt auf Texas als Standort setzen – während Beschäftigte damit rechnen müssen, dass der Konzern seine Aktivitäten über Haushaltsgeräte, TV-Geschäft und Mobilfunksparte hinweg weiter bündelt.

Weiterlesen: Hulus Charles-Manson-Dokumentation deckt bislang unbekannte Enkelin auf – Prognosemärkte schauen genau hin

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
Samsung streicht 839 Jobs in den USA – und präsentiert zugleich neue Falt-Handys | Yellow