SCATMAN-Rug-Pull erbeutet 125.000 US‑Dollar nach angeblichem SpaceX- und Starlink-X-Hack

SCATMAN-Rug-Pull erbeutet 125.000 US‑Dollar nach angeblichem SpaceX- und Starlink-X-Hack

Ein mutmaßlicher Hacker hat über die X‑Konten von SpaceXAI und Starlink den Token SCATMAN beworben und anschließend durch einen schnellen Ausverkauf etwa 125.000 US‑Dollar abgeschöpft.

Zentrale Punkte:

  • On-Chain-Analyst Lookonchain verknüpfte zwei Wallets mit Verkäufen von insgesamt 73,7 Ethereum (ETH) – zum Zeitpunkt des Vorfalls rund 125.000 US‑Dollar.
  • Screenshots zeigten angebliche Reposts der SpaceXAI- und Starlink-X-Konten, eine offizielle Bestätigung eines Sicherheitsvorfalls durch die Unternehmen liegt jedoch nicht vor.
  • Der Fall folgt einem wiederkehrenden Muster: Angreifer nutzen das Vertrauen in bekannte Social-Media-Kanäle, um frisch aufgelegte Tokens zu vermarkten.

SCATMAN-Token-Hack

Laut dem On-Chain-Tracker Lookonchain hat der Angreifer 10 Billionen SCATMAN-Token gemintet, nachdem er sich angeblich Zugriff auf die beiden X‑Konten gesichert hatte. Anschließend veräußerte er den gesamten Bestand für 59 ETH – damals rund 108.000 US‑Dollar.

Ein zweites, demselben Akteur zugeordnetes Wallet verkaufte weitere 59,28 Millionen Tokens für 14,7 ETH, also etwa 27.000 US‑Dollar. Zusammengerechnet summieren sich die Erlöse damit auf ungefähr 125.000 US‑Dollar.

Die Transaktionen liefen in kurzer Folge durch.

In den sozialen Netzwerken kursierende Screenshots zeigten anscheinend, wie die SpaceXAI- und Starlink-Konten Beiträge des SCATMAN-Accounts teilten. Später waren diese Posts jedoch nicht mehr sichtbar.

BeInCrypto betonte, die mutmaßlichen Account-Übernahmen nicht unabhängig verifizieren zu können, und habe SpaceX um eine Stellungnahme gebeten. Damit bleibt der angebliche Hack vorerst unbestätigt – anders als die über die Blockchain nachvollziehbaren Token-Verkäufe.

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Wiederkehrendes Krypto-Betrugsmuster

Der Vorfall illustriert ein bekanntes Rug-Pull-Schema: Angreifer leihen sich den Ruf einer etablierten Organisation, bewerben einen neuen Token bei einer bestehenden Followerschaft und liquidieren ihre Position, bevor der Kontozugriff wiederhergestellt ist oder Anleger gewarnt werden.

Die Analyse von Lookonchain ist vor allem deshalb relevant, weil die Wallet-Aktivitäten eine lückenlose Verkaufsspur liefern – auch wenn sich aus den On-Chain-Daten allein nicht ablesen lässt, wie genau die Social-Media-Konten kompromittiert wurden.

Ähnliche Angriffe richteten sich in der Vergangenheit gegen Kryptofirmen und prominente Persönlichkeiten.

So übernahmen Hacker im Februar 2025 das X‑Konto der Plattform Pump.fun, um einen betrügerischen PUMP-Token zu bewerben. In einem weiteren Fall wurde das Konto des ehemaligen malaysischen Premierministers Mahathir Mohamad kompromittiert und für ein Schema genutzt, bei dem Medienberichten zufolge 1,7 Millionen US‑Dollar entwendet wurden.

Über all diese Fälle hinweg zeigt sich ein konsistentes Muster: Angreifer kapern einen vertrauenswürdigen Kommunikationskanal, erzeugen FOMO rund um einen neuen Token und wandeln die Kaufbereitschaft der Anleger in einen schnellen Exit um, bevor sich Warnhinweise verbreiten.

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