Solana (SOL)‑Entwickler wollen einen Teil der bislang pauschalen Transaktionsgebühr durch ein ressourcenbasiertes Modell ersetzen. Ziel ist es, rechenintensive Aktivitäten teurer zu bepreisen und die Verbrennung von Token auszuweiten.
Zentrale Punkte:
- Die aktuelle Signaturgebühr von 5.000 Lamports auf Solana wird weiterhin zur Hälfte verbrannt und zur Hälfte an Validatoren ausgeschüttet.
- Der Entwurf SIMD-0553 sieht eine feste Inklusionsgebühr von 2.500 Lamports für Validatoren plus eine separate, vollständig verbrannte Ressourcen-Gebühr vor.
- Das Modell könnte leichte Transaktionen verbilligen, während Gebühren für ressourcenintensive Vorgänge deutlich steigen dürften.
Vorschlag zur Neustrukturierung der Solana-Gebühren
Derzeit verlangt Solana eine Basisgebühr von 5.000 Lamports pro Signatur. Davon wird die Hälfte verbrannt, die andere Hälfte geht an den Blockproduzenten. Prioritätsgebühren sind davon getrennt und fließen gemäß SIMD-0096 vollständig an die Validatoren.
Das neue Design ist im Entwurf SIMD-0553 beschrieben, der aus einer im Mai gestarteten Community-Diskussion hervorgegangen ist. Vorgesehen ist, den bislang verbrannten Anteil der Fixgebühr durch eine Abgabe zu ersetzen, die sich an angeforderter Rechenleistung, Account-Daten, Schreibsperren und weiteren Scheduler‑Kosten orientiert.
Nach dem Vorschlag würden Validatoren eine feste Inklusionsgebühr von 2.500 Lamports erhalten, während die Ressourcen-Gebühr vollständig verbrannt wird. In drei geplanten Stufen sollen die Kosten pro „Cost Unit“ mit 0,1, 0,25 und 0,5 Lamports bepreist werden. Der Entwurf ist allerdings noch nicht aktiviert.
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Auswirkungen auf den SOL-Burn
Die Autoren des Vorschlags argumentieren, dass die bisherige Pauschalgebühr den tatsächlichen Ressourcenverbrauch einer Transaktion unzureichend widerspiegelt. Eine einfache Operation und ein rechenintensiver Swap zahlen derzeit denselben Grundbetrag – aufwendige Transaktionen erscheinen damit relativ zu billig.
In einer Netzwerkanalyse vom Mai schätzen sie, dass die gestaffelten Ressourcen-Gebühren zwischen rund 1.500 und 9.000 SOL pro Tag verbrennen könnten. Zum Vergleich: Das aktuelle Modell mit Signaturgebühr-Burn kommt auf etwa 648 SOL täglich.
Die tatsächlichen Werte würden stark von Aktivität, angeforderten Ressourcen und dem letztlich gewählten Tarifniveau abhängen.
Auch die Nutzerkosten würden deutlich auseinandergehen. Laut Entwurf könnte eine optimierte Vote-Transaktion um etwa 12,3 % günstiger werden. Umgekehrt könnte ein untersuchter Swap ohne Prioritätsgebühr um 3.150 % teurer ausfallen, weil sich seine Kosten direkt aus den angeforderten Ressourcen ergeben würden.
Die Reform fügt sich in Solanas breitere Strategie, Gebührenanreize expliziter zu gestalten. SIMD-0096 hatte bereits sämtliche Prioritätsgebühren den Validatoren zugesprochen. SIMD-0553 würde diese Einnahmen sichern und parallel einen separaten Burn-Mechanismus nutzen, damit die Grundgebühren die tatsächliche Netzwerknachfrage stärker widerspiegeln.
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