Strategy realisiert Verlust auf 1.690 Bitcoin – und setzt stattdessen auf STRC-Rückkäufe

Michael Saylor's Strategy routed a 1,690 Bitcoin sale into STRC buybacks as its dollar reserve hit $4.65 billion. (Image: Shutterstock)
Michael Saylor's Strategy routed a 1,690 Bitcoin sale into STRC buybacks as its dollar reserve hit $4.65 billion. (Image: Shutterstock)

Strategy hat in der vergangenen Woche 1.690 Bitcoin (BTC) für 108,6 Millionen US‑Dollar verkauft und den gesamten Erlös in Rückkäufe der eigenen bevorzugten STRC-Aktien gesteckt.

Wichtigste Fakten:

  • Strategy veräußerte zwischen dem 3. und 9. August 1.690 BTC zu einem durchschnittlichen Nettopreis von 64.262 US‑Dollar pro Coin.
  • Die gesamten 108,6 Millionen US‑Dollar finanzierten den Rückkauf von 1.152.020 STRC-Vorzugsaktien.
  • Das Unternehmen hält weiterhin 840.447 BTC, erworben zu einem Durchschnittspreis von 75.385 US‑Dollar.

Bitcoin-Verkauf von Strategy finanziert STRC-Rückkäufe

Das Unternehmen hat die Transaktion in einer Meldung auf Formular 8‑K bei der US-Börsenaufsicht SEC offengelegt; sie umfasst Geschäfte, die zwischen dem 3. und 9. August abgewickelt wurden. Der durchschnittliche Nettopreis lag – nach Abzug von Gebühren und sonstigen Kosten – bei 64.262 US‑Dollar pro Bitcoin. Damit liegt der Verkaufskurs rund 15 % unter dem durchschnittlichen Einstandspreis von Strategy – der Verkauf hat also einen Verlust realisiert.

Mit dem Nettoerlös kaufte Strategy 1.152.020 STRC-Aktien zurück. Dabei handelt es sich um variabel verzinste, unbefristete Vorzugsaktien, die das Unternehmen emittiert hatte, um seine Bitcoin-Käufe zu finanzieren und deren Konstruktion auf einen Handel um den Nennwert von 100 US‑Dollar abzielt. Diesen Zielkurs haben die Titel jedoch bislang nicht nachhaltig erreicht – trotz inzwischen drei Rückkaufprogrammen seit Ende Juni.

Strategy hält weiterhin 840.447 BTC, die das Unternehmen für insgesamt 63,36 Milliarden US‑Dollar erworben hat. Das entspricht einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.385 US‑Dollar pro Coin. Damit liegt das Unternehmen von Michael Saylor beim Bitcoin-Bestand weiterhin deutlich vor allen anderen börsennotierten Firmen; Twenty One Capital folgt mit großem Abstand auf Platz zwei mit 43.514 Coins. Strategy hatte bereits in der Woche zuvor 1.638 BTC verkauft und sich im laufenden Jahr insgesamt von 6.948 BTC getrennt – eine Reduktion des Bestands um rund 0,8 %.

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Michael Saylor verteidigt die Dollar-Reserve

Parallel dazu hat Strategy über sein „at-the-market“-Aktienprogramm 6.585.682 MSTR-Stammaktien platziert und damit brutto 653,1 Millionen US‑Dollar aufgenommen. Davon flossen 650 Millionen US‑Dollar in die Dollar-Reserve und 3,1 Millionen US‑Dollar verblieben als Barmittel. Diese Reserve, aus der Dividenden auf die Vorzugsaktien sowie Zinsen auf ausstehende Schulden bedient werden, stieg damit innerhalb einer Woche von 4,0 auf 4,65 Milliarden US‑Dollar.

Saylor erklärte, die Kapitalmaßnahme habe die von Strategy sogenannte „USD Duration“ – ein Maß für die Zeitspanne, die der Liquiditätspuffer diese Verpflichtungen decken kann – um 143 Tage auf nun 2,7 Jahre verlängert.

Phong Le peilt einen STRC-Kurs von 100 US‑Dollar an

Vorstandschef Phong Le sagte Analysten auf der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal, er wolle, dass STRC mittelfristig in einer Spanne von 99 bis 100 US‑Dollar je Aktie notiert. Der Markt hat diesen Zielkorridor bislang jedoch nicht widerspiegelt.

Am Montag im vorbörslichen Handel lagen die STRC-Vorzugsaktien bei rund 95,55 US‑Dollar.

Unter dem am 29. Juni angekündigten Rückkaufprogramm über insgesamt 1 Milliarde US‑Dollar verfügt Strategy noch über eine verbliebene Ermächtigung von 785,2 Millionen US‑Dollar.

Die Bitcoin-Verkäufe hatten Ende Mai begonnen, als Strategy in seiner ersten Transaktion seit Dezember 2022 32 BTC abstieß. Das Tempo zog danach an, nachdem im Juni ein Rahmenbeschluss gefasst wurde, der Bitcoin-Verkäufe von bis zu 1,25 Milliarden US‑Dollar erlaubt. Von diesem Volumen sind inzwischen rund 429 Millionen US‑Dollar ausgeschöpft. Seit Juni weist keine Unternehmensmeldung neue Bitcoin-Käufe aus – Aktionäre sehen sich damit einer Treasury-Politik gegenüber, die primär auf die Optimierung der eigenen Kapitalstruktur zielt.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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