Strategy hat in der vergangenen Woche 1.638 Bitcoin (BTC) für insgesamt 104,7 Mio. US‑Dollar veräußert und damit seinen Bestand auf 842.138 Coins reduziert. Mit dem Verkauf finanzierte das Unternehmen Dividenden auf Vorzugsaktien sowie Rückkäufe eigener Papiere.
Wichtige Fakten:
- Strategy veräußerte die Coins zwischen 27. Juli und 2. August zu durchschnittlich 63.957 US‑Dollar pro Stück nach Gebühren.
- Die Erlöse flossen nahezu hälftig in Ausschüttungen auf Vorzugsaktien und in STRC-Rückkäufe.
- Der verbliebene Bitcoin-Bestand liegt rund 10,9 Mrd. US‑Dollar unter den Anschaffungskosten.
Bitcoin-Verkauf finanziert Vorzugsdividenden
Laut einem am Montag bei der Börsenaufsicht eingereichten 8‑K-Bericht filed veräußerte das Unternehmen die Bitcoins zwischen dem 27. Juli und dem 2. August zu einem durchschnittlichen Nettoerlös von 63.957 US‑Dollar je Coin. Rund 52,4 Mio. US‑Dollar wurden für Ausschüttungen auf Vorzugsaktien verwendet, weitere 52,3 Mio. US‑Dollar flossen in Rückkäufe von STRC – jener variabel verzinsten Vorzugsaktie mit einer jährlichen Ausschüttung von 12 %. Für die eigentliche Unternehmensliquidität blieb damit so gut wie nichts übrig.
Parallel dazu hat Strategy durch die Platzierung von 3.011.361 MSTR-Aktien weitere 290,6 Mio. US‑Dollar raised und davon 250 Mio. US‑Dollar in eine Dollar-Reserve eingestellt, die zur Absicherung künftiger Dividenden- und Zinszahlungen dient und nun ein Volumen von 4 Mrd. US‑Dollar erreicht.
Auch auf der Rückkaufseite war viel Bewegung. Strategy repurchased in der vergangenen Woche 912.143 STRC-Papiere für 81,2 Mio. US‑Dollar, ließ die Ermächtigung zum Rückkauf der Stammaktien indes unangetastet und informierte Anleger am Wochenende darüber, dass der STRC-Kupon unverändert bleibt und vorerst nicht erneut angehoben wird.
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TD Cowen und Benchmark halten an Kaufempfehlungen fest
TD Cowen und Benchmark bestätigten nach dem jüngsten Quartalsbericht ihre Kaufempfehlungen für die Aktie, wenn auch mit spürbarer Zurückhaltung.
Beide Häuser said, die Rückführung von STRC in Richtung des Nennwerts von 100 US‑Dollar sei inzwischen die zentrale kurzfristige Aufgabe des Managements – ein deutlicher Strategiewechsel weg vom früher dominanten Wachstumsszenario. Benchmark senkte sein Kursziel nach einer reduzierten Bitcoin-Prognose zum Jahresende von 570 auf 435 US‑Dollar, während TD Cowen bei 260 US‑Dollar bleibt.
Die nackten Zahlen zum Verkauf sind wenig schmeichelhaft. Die verbliebenen Bitcoins im Treasury weisen einen durchschnittlichen Einstandskurs von 75.419 US‑Dollar auf – gut 11.000 US‑Dollar mehr als der Preis, den Strategy vergangene Woche akzeptierte. Auf Basis der Kurse von Montag liegt der Bestand damit rund 10,9 Mrd. US‑Dollar „unter Wasser“.
Michael Saylors Bitcoin-Verkaufsserie setzt sich fort
Das Unternehmen von Michael Saylor hat seit Juni keinen Bitcoin-Zukauf mehr gemeldet – seitdem fungiert der Krypto-Treasury zunehmend als Finanzierungsquelle und nicht mehr als Einbahnstraße, in die nur neue Coins einfließen.
Ende Juni sold Strategy zunächst 1.363 Bitcoins für 80,8 Mio. US‑Dollar, kurz darauf folgten weitere 3.588 Coins für rund 216 Mio. US‑Dollar. Nach einer vierwöchigen Pause markiert die aktuelle Meldung den nächsten Abbau.
Am Donnerstag reported das Unternehmen für das zweite Quartal einen Verlust von 8,2 Mrd. US‑Dollar – nahezu vollständig aus nicht realisierten Wertberichtigungen auf den bestehenden Bitcoin-Bestand resultierend. Die Kryptowährung notierte am Montag bei rund 63.700 US‑Dollar und damit etwa 49 % unter ihrem Rekordhoch vom Oktober 2025. Die MSTR-Aktie schloss am Freitag bei 93,28 US‑Dollar, gut 80 % unter ihrem Höchststand aus dem Jahr 2025.
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