Mehr als 2 Millionen kleine Solana (SOL) Wallets mit Beständen zwischen 1 und 100 SOL sind nicht delegiert. Damit bleibt ein erheblicher Anteil des Retail-Kapitals ökonomisch inaktiv und schafft einen strukturellen Engpass für die langfristige Sicherheit des Netzwerks, die Liquiditätsbildung und die kapitalmarktbezogenen Ambitionen, so die Solana-native Premium-Staking-Plattform Tramplin.
Eine Studie der Plattform ergab, dass weniger als 560.000 Wallets derselben Größenklasse aktiv staken. Das zeigt eine große Beteiligungslücke zu einem Zeitpunkt, an dem sich Solana als Basisschicht für globale Internet-Kapitalmärkte positioniert.
Staking auf Solana ist keine periphere Renditestrategie, sondern ein Kernmechanismus, der das Validatoren-Set absichert und Tokenholder mit der monetären Entwicklung des Netzwerks ausrichtet.
Große Pools nicht teilnehmenden Angebots stehen daher für mehr als nur ruhende Nutzeraktivität; sie signalisieren untergenutztes ökonomisches Gewicht innerhalb einer der leistungsfähigsten Blockchains der Branche.
Retail-Kapital vorhanden, aber defensiv
Tramplins Analyse zeigt, dass das Problem nicht das Fehlen von Nutzern, sondern Verhaltensträgheit ist.
Retail-Anleger halten SOL weiterhin On-Chain nach den Boom-und-Bust-Zyklen der vergangenen Jahre. Viele sind jedoch nach größeren Marktschocks – darunter die Zusammenbrüche von FTX und Terra – in eine defensive Haltung übergegangen.
Anstatt das Ökosystem zu verlassen, scheinen sie aktives Risiko zu reduzieren und Strategien zu meiden, die laufende Verwaltung erfordern.
Bei aktuellen Staking-Renditen von etwa 5 % bis 7 % generieren kleinere Guthaben nur geringe monatliche Erträge, oft nur wenige Dollar. Laut Bericht reicht dies für viele Nutzer nicht aus, um den Aufwand für Delegation und Validator-Überwachung zu rechtfertigen.
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Diese Dynamik hat weitergehende Implikationen für das ökonomische Design des Netzwerks.
Passive Bestände tragen nicht zur Dezentralisierung der Validatoren bei, verringern den Anteil des Angebots, der mit der langfristigen Netzwerkkonstitution ausgerichtet ist, und begrenzen die Tiefe der nativen On-Chain-Liquidität.
Aktivierung statt Adoption als nächste Wachstumsphase
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die nächste Wachstumsphase von Solana weniger davon abhängen könnte, neue Nutzer zu gewinnen, als vielmehr bestehende Holder in langfristige Teilnehmer zu verwandeln.
Schon eine teilweise Aktivierung dieser nicht delegierten Wallets würde den delegierten Stake erhöhen, die Validatorenschicht stärken und stabileres Kapital schaffen, das mit der langfristigen Entwicklung des Netzwerks ausgerichtet ist, so Tramplin.
Eine solche Verschiebung würde auch einen Übergang weg vom spekulativen Handelsverhalten früherer Zyklen markieren – hin zu einem „Sparen“-ähnlichen Beteiligungsmodell, bei dem Staking als grundlegendes finanzielles Primitive fungiert und nicht nur als kurzfristige Renditestrategie.
Indikator für Netzwerkgesundheit, kein UX-Problem
Die Teilnahmelücke wird zunehmend eher als Frage der Kapitaleffizienz denn als technische Einschränkung interpretiert.
Zwar bedeutet Solanas Account-Struktur, dass sich Wallet- und Stake-Beziehungen nicht eins zu eins abbilden lassen, doch laut Tramplin weist das Ausmaß der Diskrepanz zwischen Holdern und aktiven Delegatoren auf ein persistentes Verhaltensmuster hin.
Aus Protokollperspektive würde eine höhere Retail-Delegation die Verteilung der ökonomischen Sicherheit verbessern und die Abhängigkeit von konzentrierten Großstakern verringern.
Aus Sicht der Marktstruktur würde sie ruhende Guthaben in produktives Kapital verwandeln, das sich On-Chain verzinst, anstatt statisch zu bleiben.
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