UBS Group AG prüft laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen den Handel mit Kryptowährungen für Privatbankkunden in der Schweiz.
Die Schweizer Bank, die zum 30. September Vermögenswerte in Höhe von 4,7 Billionen US‑Dollar verwaltete, wählt nach monatelangen Gesprächen Partner für ein Kryptoangebot aus.
Ausgewählte Privatbankkunden in der Schweiz sollen zunächst Zugang zum Handel mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) erhalten, mit möglicher Ausweitung auf die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum und in den USA. UBS hat den Angaben zufolge noch keine endgültigen Entscheidungen zur Umsetzung getroffen.
Die Neuausrichtung erfolgt, während Wettbewerber wie JPMorgan Chase & Co. und Morgan Stanley ihre Kryptodienstleistungen nach der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus ausbauen. UBS hat bei virtuellen Token in der Vergangenheit einen vorsichtigen Kurs verfolgt.
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Was passiert ist
UBS bestätigte, dass sie Initiativen prüft, die der Kundennachfrage und regulatorischen Entwicklungen Rechnung tragen.
„Wir erkennen die Bedeutung von Distributed-Ledger-Technologien wie der Blockchain an, die digitalen Vermögenswerten zugrunde liegen“, sagte ein Sprecher.
Morgan Stanley arbeitet mit dem Kryptodienstleister ZeroHash zusammen, um E*Trade‑Kunden ab der ersten Jahreshälfte 2026 den Handel mit Bitcoin, Ether und Solana (SOL) zu ermöglichen. JPMorgan prüft laut einem Bloomberg‑Bericht vom Dezember den Kryptohandel für institutionelle Kunden.
Der Basler Ausschuss kündigte im November an, die Überprüfung bestimmter Elemente seiner Regeln zu den Kryptoengagements von Banken zu beschleunigen. Dieser Schritt könnte die Grundlage für neue Initiativen unter Kreditgebern schaffen.
Warum das wichtig ist
Große Banken haben ihren Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen bislang vor allem wegen strenger Kapitalanforderungen im Rahmen des Basel‑III‑Regelwerks verzögert. US‑Aufsichtsbehörden führen die Forderungen nach einer Anpassung dieser Standards an.
Der Handel mit Kryptowährungen hat bereits beträchtliche Erträge für Unternehmen generiert, die in diesem Bereich tätig sind. Robinhood Markets Inc. erwirtschaftete 2024 626 Millionen US‑Dollar aus dem Kryptohandel – mehr als das Dreifache der Erlöse aus dem Aktienhandel.
US‑börsengehandelte Fonds für Kryptowährungen sind seit ihrer Zulassung im Januar 2024 rasant gewachsen. Diese Produkte verwalten inzwischen fast 140 Milliarden US‑Dollar an Vermögenswerten, angeführt von **BlackRock Inc.**s iShares Bitcoin Trust.
UBS eröffnete im November 2023 wohlhabenden Kunden in Hongkong den Handel mit börsengehandelten Fonds, die an Kryptowährungen gekoppelt sind, und schloss sich damit Wettbewerbern wie HSBC Holdings Plc an.
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