VanEck hat ein 12-Monats-Kursziel von 26,50 US‑Dollar je Aktie für BitGo ausgegeben, was rund 65 % Aufwärtspotenzial impliziert gegenüber dem Mittelwert der Preisspanne des Börsengangs, während das Krypto‑Verwahrunternehmen als erstes großes US‑Krypto‑Listing des Jahres 2026 an den Start ging.
Die Einschätzung wurde vom Leiter der digitalen Asset‑Forschung bei VanEck, Matthew Sigel, dargelegt. Er sagte, BitGo biete eine seltene „Pure‑Play“-Exposure auf institutionelle Krypto‑Verwahrung, zu einer Zeit, in der Tokenisierung und Stablecoin‑Adoption an den Finanzmärkten an Fahrt gewinnen.
IPO-Bewertung und Börsendebüt
BitGo setzte den Ausgabepreis seines Börsengangs auf 18,00 US‑Dollar je Aktie fest, am oberen Ende der zuvor angekündigten Spanne von 15–17 US‑Dollar, und nahm durch den Verkauf von 11,8 Millionen Aktien 212,8 Millionen US‑Dollar ein.
Das Angebot bewertet das Unternehmen auf vollständig verwässerter Basis mit etwa 2,08 Milliarden US‑Dollar.
Die Aktien sollen an der New York Stock Exchange unter dem Ticker BTGO gehandelt werden, nachdem die US‑Börsenaufsicht SEC grünes Licht gegeben hat.
BitGo wurde 2013 gegründet und bietet Verwahrung, Multi‑Signature‑Wallets, Staking und MPC‑Sicherheitsinfrastruktur für institutionelle Kunden wie Hedgefonds, Asset‑Manager, Börsen und Unternehmens‑Treasuries an.
VanEcks Wachstums- und Bewertungsthese
VanEck hob BitGos operative Dynamik im Jahr 2025 hervor – trotz schwächerer Kryptomärkte insgesamt.
Zum September 2025 stiegen die verwahrten Vermögenswerte im Jahresvergleich um 96 % auf 104 Milliarden US‑Dollar, während sich die Nettoerlöse der vergangenen neun Monate auf 140 Millionen US‑Dollar beliefen, ein Plus von 65 % gegenüber dem Vorjahr.
VanEck schätzt, dass sich der Umsatz bis Jahresende auf eine Run‑Rate von 240 Millionen US‑Dollar beläuft, was einem Wachstum von 85 % entspricht.
Im Basisszenario geht VanEck davon aus, dass die Umsätze von BitGo bis 2028 jährlich um 26 % zulegen und damit auf über 400 Millionen US‑Dollar steigen, bei einem EBITDA von mehr als 120 Millionen US‑Dollar.
Auf dieser Grundlage veranschlagt VanEck einen fairen Wert von 2,4 Milliarden US‑Dollar oder rund 21 US‑Dollar je Aktie, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 30 % gegenüber dem IPO‑Mittelwert entspricht.
Verwahrmodell stützt Bewertungsaufschlag
VanEck argumentiert, BitGo verdiene einen höheren Bewertungsmultiplikator als transaktionsgetriebene Wettbewerber, da über 80 % der Erlöse aus wiederkehrenden Dienstleistungen wie Verwahrung und Staking stammen.
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Zum Vergleich: Bei Coinbase entfallen rund 40 % der Erlöse auf transaktionsbasierte Einnahmen.
Auf Basis der impliziten Bewertung würde BitGo etwa zum 20‑fachen 2028er EV/EBITDA gehandelt, verglichen mit dem 13‑fachen bei Galaxy Digital, dem 17‑fachen bei Coinbase, dem 20‑fachen bei Robinhood und dem 23‑fachen bei Interactive Brokers, so VanEcks Analyse.
Bitcoin-Exposure und Aufwärtsszenario
VanEcks Kursziel von 26,50 US‑Dollar setzt ein freundlicheres Marktumfeld voraus, einschließlich eines Bitcoin-Kurses (BTC) von über 120.000 US‑Dollar in den nächsten 12 Monaten.
BitGo hält 2.369 Bitcoin in seiner Bilanz. Ein Kursanstieg von 33 % beim Bitcoin würde die Marktkapitalisierung um rund 72 Millionen US‑Dollar erhöhen, was etwa 0,62 US‑Dollar je Aktie entspricht.
In diesem Szenario sieht VanEck den fairen Wert von BitGo bei über 3 Milliarden US‑Dollar, getrieben von Tokenisierungsnachfrage, institutioneller Nutzung von Stablecoins und größerer regulatorischer Klarheit, einschließlich eines möglichen Beschlusses des CLARITY‑Gesetzes.
Profitabilität und Attraktivität für Institutionen
BitGo meldete in den ersten neun Monaten 2025 einen Nettogewinn von 8,1 Millionen US‑Dollar und signalisiert damit eine Wende zur Profitabilität nach jahrelangen Investitionen in Compliance und Sicherheit.
Das Unternehmen legte eine „Controlled Company“-Struktur offen, bei der die Stimmrechte bei den Gründern und frühen Investoren konzentriert sind.
VanEck erklärte, BitGos „White‑Glove“-Verwahrmodell und das Fehlen historischer Hacking‑Verluste positionierten das Unternehmen so, dass es sowohl krypto‑native Investoren als auch traditionelle Institutionen anziehen könne, die regulierte Exposure zur digitalen Asset‑Infrastruktur suchen.
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