Venezuelas staatlicher Ölkonzern nutzte Tether (USDT), um US-Sanktionen zu umgehen, noch bevor Nicolás Maduro am 3. Januar verhaftet wurde.
Petróleos de Venezuela (PDVSA) setzte USDT zur Abwicklung von Rohölgeschäften ein, während der Stablecoin Venezolanern laut Wall Street Journal Erleichterung gegenüber der Hyperinflation verschaffte.
Tether betonte nach dem Bericht seine Zusammenarbeit mit den US-Behörden.
Was ist passiert
Die WSJ-Recherche ergab, dass PDVSA USDT eingeführt hat, um Öltransaktionen abzuwickeln und so Sanktionen zu umgehen, die den Zugang zum Dollar-Bankensystem blockieren.
Anfang 2024 verlangte PDVSA von seinen Kunden, Krypto-Wallets zu unterhalten, und schrieb USDT-Vorauszahlungen für Geschäfte vor.
PDVSA verkaufte Öl an chinesische Raffinerien, wobei Zahlungen über Vermittler abgewickelt wurden, die USDT nutzten.
Ein Sprecher von Tether erklärte, das Unternehmen arbeite eng mit dem Office of Foreign Assets Control zusammen und unterstütze regelmäßig Strafverfolgungsbehörden, indem es Adressen einfriert, die mit Sanktionsverstößen in Verbindung stehen.
Tether hatte bis 2024 laut Recherchen des Atlantic Council 41 Venezuela-bezogene Wallets eingefroren.
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Warum das wichtig ist
Die Enthüllung unterstreicht die Rolle von Kryptowährungen dabei, sanktionierten Regimen den Zugang zum globalen Finanzsystem zu ermöglichen.
USDT wurde zur wirtschaftlichen Lebensader Venezuelas inmitten einer Hyperinflation des Bolívar von über 270 % jährlich.
Bis November 2025 entfielen laut Schätzungen rund 10 % der venezolanischen Lebensmitteleinkäufe auf Kryptowährungen (accounted).
Die US-Behörden nahmen Maduro am 3. Januar 2026 fest; er sieht sich nun in New York Anklagen wegen Narco-Terrorismus gegenüber.
Die Venezuela-Sanktionen bleiben trotz Maduros Sturz in Kraft; OFAC hält die Beschränkungen gegen PDVSA bis zu möglichen politischen Änderungen aufrecht.
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