Ethereum‑Mitbegründer Vitalik Buterin erklärte, dass aktuelle dezentrale autonome Organisationen zu ineffizienten Token‑Voting‑Systemen verkommen seien, die anfällig für Wal‑Manipulation und politische Vereinnahmung sind.
„Wir brauchen mehr DAOs – aber andere und bessere DAOs“, schrieb Buterin in einem Beitrag auf X und argumentierte, dass Projekte Governance und Kommunikation als „50 % ihrer Arbeit, nicht 10 %“ behandeln müssten.
Der Ethereum‑Gründer identifizierte grundlegende Schwächen in tokenbasierter Governance, die die ursprüngliche Vision von DAOs als robusten Systemen, die traditionellen Unternehmen und Regierungen überlegen sind, untergraben.
Was passiert ist
Buterin skizzierte fünf kritische Bereiche, in denen verbesserte DAO‑Designs dringend benötigt werden: bessere Oracle‑Systeme für Stablecoins und Prognosemärkte, On‑Chain‑Streitbeilegung für Versicherungen und fortgeschrittene Verträge, Pflege von Listen verifizierter Anwendungen und Token‑Adressen, schneller Projektstart sowie Sicherstellung der langfristigen Projektwartung, nachdem Gründerteams ausgeschieden sind.
Er kritisierte aktuelle tokenbasierte Oracles als grundsätzlich begrenzt und merkte an, dass sie „keine Angriffskosten haben können, die höher als ihre Marktkapitalisierung sind“, während sie gleichzeitig Renten extrahieren, die den Diskontsatz übersteigen.
„Das Problem hier ist nicht Gier“, stellte Buterin klar und betonte, dass fehlerhafte Systemarchitektur statt das Verhalten der Teilnehmer die Ursache für DAO‑Fehlschläge sei.
Der Mitbegründer stellte einen „konvex vs. konkav“‑Rahmen vor, der zwischen Problemen unterscheidet, die Kompromisslösungen erfordern, und solchen, die entschlossene Führung verlangen.
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Warum das wichtig ist
Buterin identifizierte mangelnde Privatsphäre und Entscheidungs‑Müdigkeit als die Haupthemmnisse, die eine effektive DAO‑Teilnahme verhindern.
„Ohne Privatsphäre wird Governance zu einem sozialen Spiel“, warnte er und plädierte für Zero‑Knowledge‑Proofs, um vertrauliche Abstimmungen zu ermöglichen, die sozialen Druck und Manipulationsrisiken verringern.
Buterin warnte jedoch ausdrücklich davor, große Sprachmodelle als autonome DAO‑Entscheidungsträger einzusetzen.
Stattdessen sollte KI als „Entscheidungs‑Filter“ fungieren, die menschliche Intention über Assistenzsysteme auf individueller Ebene oder konsensbasierte Mechanismen auf Plattformebene skaliert, argumentierte er.
Buterin verwies auf pol.is und DeepFunding als Beispiele für kommunikationsorientierte Konsensfindungs‑Tools, die zusammen mit der technischen Governance‑Infrastruktur zu einem integralen Bestandteil des „DAO‑Stacks“ werden sollten.
„Ein Multisig plus gut gestaltete Konsensfindungs‑Werkzeuge können idealisierte kollusionsresistente quadratische Finanzierung plus Krypto‑Twitter leicht schlagen“, schrieb er und hob die Bedeutung der Kommunikations‑Schicht hervor.
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