Charles Schwab hat den direkten Spot-Handel mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) für eine erste Welle seiner 39 Millionen US-Retailkunden eröffnet.
Schwab Crypto geht für 39 Mio. Konten live
Die Brokerage bestätigte am 13. Mai, dass eine erste Gruppe berechtigter Anleger die beiden größten Kryptowährungen nun über eine neue Plattform namens Schwab Crypto kaufen und verkaufen kann.
Schwab Premier Bank fungiert als Verwahrer. Paxos, ein OCC-regulierter Trust, übernimmt die Trade-Ausführung und Sub-Verwahrung.
Jeder Trade ist mit einer Gebühr von 75 Basispunkten verbunden, was 0,75 % des Transaktionswerts entspricht. Krypto-Vermögenswerte liegen in separaten Schwab-Crypto-Konten, die mit bestehenden Brokerage-Profilen verknüpft sind, nicht in Standardportfolios. Der Service ist in allen US-Bundesstaaten außer New York und Louisiana live, wo weiterhin besondere Lizenzregeln gelten.
Joe Vietri, der den Bereich digitale Vermögenswerte im Unternehmen leitet, sagte, Schwab wolle ein Ort sein, an dem Retail-Anleger digitale Assets mit Vertrauen hinzufügen können. Das Unternehmen plant, später weitere Token hinzuzufügen und schließlich Ein- und Auszahlungen bereits gehaltener Coins zu ermöglichen.
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Wall Street nimmt Coinbase und Robinhood ins Visier
Schwab, das verwaltet mehr als 12 Billionen US-Dollar an Kundenvermögen, konkurriert nun direkt mit Coinbase, Robinhood und Fidelity um das Retail-Krypto-Volumen.
Das Unternehmen hat erklärt, dass seine Kunden bereits rund 20 % aller Krypto-Exchange-Traded-Produkte am Markt halten. Diese Basis verschafft Schwab einen ungewöhnlich breiten Trichter, um ETF-Inhaber in direkte Käufer zu konvertieren.
Analysten bei CryptoTimes merkten an, dass Paxos im Dezember 2025 den OCC-regulierten Status als nationaler Trust erlangt hat – ein Gütesiegel, dem reine Krypto-Börsen jahrelang hinterherliefen. Die Schwab-Kooperation baut auf diesem Fundament auf.
Schwabs Gebühr liegt zudem unter der 1-%-Rate von Fidelity, aber über den 0,50 % von E*TRADE, wie der Vergleich von CryptoBriefing zeigt. Diese Preisspanne setzt Wettbewerber unter Druck, während die Brokerage-Branche um die Normalisierung digitaler Assets ringt.
Weg zur Bitcoin-Adoption bei Schwab
Schwab hat den Vorstoß in den Direkt-Handel erstmals 2025 signalisiert und den Plan dann in einer Pressemitteilung vom 16. April ausgeführt, gefolgt von monatelangen internen Tests.
Bis diese Woche lief das Krypto-Engagement des Unternehmens ausschließlich über indirekte Produkte: Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs, Optionen auf diese Fonds, Futures und eine Handvoll Investmentfonds. Der Rollout markiert den ersten Schritt des Unternehmens in die direkte Verwahrung von Kunden-Coins, ausgeführt über eine Partnerbank statt über ein eigenes Wallet.
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