Prognosemärkte signalisieren eine deutliche Verschiebung der Erwartungen für die US-Zwischenwahlen 2026. Händler an der regulierten Börse Kalshi geben der Wahrscheinlichkeit, dass Democrats will win control des US-Repräsentantenhauses, inzwischen 85 % – der höchste bisher auf der Plattform verzeichnete Wert.
Was passiert ist
Daten vom Kalshi-Markt titled „Which party will win the U.S. House?“ zeigen, dass Kontrakte einen demokratischen Sieg mit 85 Cent bepreisen, was eine implizite Wahrscheinlichkeit von 85 % bedeutet, während die Republikanische Partei bei 16 Cent liegt und damit grob eine Chance von 15 % auf Verteidigung der Mehrheit widerspiegelt.
Das Diagramm zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines demokratischen Sieges in den vergangenen Monaten stetig gestiegen ist, nachdem sie Ende 2025 kurzzeitig zurückgegangen war.
Der Markt hat bereits ein Handelsvolumen von mehr als 6,7 Millionen US‑Dollar verzeichnet, was auf anhaltende Aktivität unter Händlern hindeutet, die auf den Ausgang der Kongresswahlen 2026 setzen.
Prognosemärkte fungieren als Echtzeit‑Wahrscheinlichkeitsmaschinen, in denen Händler Kontrakte auf zukünftige Ereignisse kaufen oder verkaufen.
Die Preise schwanken je nach Angebot und Nachfrage, und ein bei 85 Cent gehandelter Kontrakt drückt effektiv eine wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit von 85 % für dieses Ereignis aus.
Polymarket zeigt gemischte Erwartungen zum gesamten Kräfteverhältnis bei den Midterms
Während Kalshi-Händler offenbar sehr zuversichtlich sind, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus übernehmen, zeichnet das Wettverhalten auf der dezentralen Prognoseplattform Polymarket ein nuancierteres Bild des breiteren Kräfteverhältnisses im Kongress.
Polymarkets Markt titled „Balance of Power: 2026 Midterms“ weist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 48 % für einen vollständigen demokratischen Durchmarsch aus, definiert als Kontrolle beider Kongresskammern durch die Demokraten.
Derselbe Markt sieht eine Wahrscheinlichkeit von 35 % für ein geteiltes Ergebnis, bei dem die Republikaner den Senat halten, während die Demokraten das Repräsentantenhaus kontrollieren, sowie 17 % für einen republikanischen Durchmarsch in beiden Kammern.
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Ein viertes Szenario, bei dem die Demokraten den Senat kontrollieren, während die Republikaner das Repräsentantenhaus halten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 1 % gehandelt.
Der Polymarket-Markt hat bereits ein Handelsvolumen von mehr als 3,4 Millionen US‑Dollar verzeichnet, wobei nahezu 944.000 US‑Dollar speziell auf den Kontrakt „Democrats Sweep“ entfallen.
Beide Prognoseplattformen deuten darauf hin, dass Händler das Repräsentantenhaus als die Kammer ansehen, die am ehesten die Mehrheitspartei wechseln könnte, selbst wenn die Kontrolle über den Senat unsicherer bleibt.
Zwischenwahlen begünstigen historisch die Oppositionspartei
Der Anstieg der Prognosemarktpreise fügt sich in ein lang etabliertes historisches Muster der US‑Politik ein.
Zwischenwahlen finden zwei Jahre nach Beginn einer Präsidentschaft statt und entscheiden über die Kontrolle des Repräsentantenhauses sowie über ungefähr ein Drittel der Senatssitze.
Die nächsten US‑Zwischenwahlen sind für den 3. November 2026 angesetzt.
Historisch neigt die Partei des amtierenden Präsidenten bei Zwischenwahlen dazu, Sitze im Kongress zu verlieren.
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Präsidentenpartei im Durchschnitt etwa 25 Sitze im Repräsentantenhaus eingebüßt, wie historische Analysen von Wahlergebnissen zeigen.
Angesichts der Tatsache, dass die Republikaner derzeit eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus halten – etwa 220 Sitze gegenüber 212 Sitzen der Demokraten – könnte schon eine Verschiebung in nur wenigen Wahlkreisen change control of the chamber.
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