Ethereum (ETH)-Wale mit Beständen zwischen 100.000 und 1 Million Token haben in den vergangenen zwei Wochen rund 1,43 Millionen ETH abgeladen – im Wert von etwa 2,7 Milliarden US‑Dollar –, obwohl mehrere On-Chain-Indikatoren darauf hindeuten, dass der Altcoin sich einem zyklischen Tief nähern könnte.
Was passiert ist: Massive Wal-Verkäufe
Adressen im Bereich von 100.000 bis 1 Million ETH haben sich in den letzten Sitzungen an einer starken Akkumulation mit anschließender ebenso aggressiver Distribution beteiligt und damit eine tiefe Unsicherheit unter kapitalkräftigen Marktteilnehmern offenbart. Das Ausmaß der Verkäufe – 2,7 Milliarden US‑Dollar in zwei Wochen – hat die Liquiditätsbedingungen am Markt spürbar beeinflusst.
Diese Art von Verkäufen durch Großhalter steht historisch eher mit Stressphasen am Zyklusende als mit früher Panik in Verbindung. Starke Wal-Abgänge traten in früheren Marktzyklen häufig in der Nähe von Kapitulationsphasen auf und gingen nicht selten strukturellen Trendwenden voraus, sobald der Verkaufsdruck nachließ.
Unterdessen hielt sich der Ethereum-Kurs zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 1.960 US‑Dollar und blieb trotz der anhaltenden Distribution über der technisch wichtigen Unterstützungszone bei 1.928 US‑Dollar.
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Warum das wichtig ist: Signale einer Bodenbildung
Mehrere On-Chain-Kennzahlen deuten auf ein mögliches Bodenmuster hin. Daten zeigen, dass der Net Unrealized Profit and Loss (NUPL)-Indikator in die Kapitulationszone eingetreten ist, was bedeutet, dass der durchschnittliche Anleger erhebliche nicht realisierte Verluste hält – ein Zustand, der in früheren Zyklen bedeutsamen Umkehrbewegungen vorausging.
Der Pi Cycle Top Indicator stützt diese Einschätzung, da aktuelle Daten eine extreme Divergenz zwischen kurzfristigen und langfristigen gleitenden Durchschnitten zeigen. Ähnliche Auseinanderbewegungen haben historisch Erholungszonen markiert, auch wenn das genaue Timing ungewiss bleibt.
Ein nachhaltiger Halt oberhalb von 1.928 US‑Dollar könnte es ETH ermöglichen, den Widerstand bei 2.027 US‑Dollar anzugreifen; ein Durchbruch über 2.108 US‑Dollar würde einen Ausbruch aus der Konsolidierung bestätigen. Ein Rückfall unter 1.928 US‑Dollar würde hingegen die Zone um 1.820 US‑Dollar als nächste Unterstützung freilegen, wobei weitere Schwäche sich bis in den Bereich von 1.750 US‑Dollar ausdehnen könnte.
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