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Was passiert mit Bitcoin, wenn ein Dritter Weltkrieg ausbricht?

Was passiert mit Bitcoin, wenn ein Dritter Weltkrieg ausbricht?

Bitcoin würde in einem großen geopolitischen Konflikt wahrscheinlich zunächst Verluste erleiden, könnte jedoch als sicherer Hafen hervorgehen, falls sich die Krise hinzieht und Regierungen mit Kapitalverkehrskontrollen, lockerer Geldpolitik und fragmentierten Finanzsystemen reagieren.

Was geschah: Bitcoins doppelte Identität in der Krise

Eine BeInCrypto-Analyse verschiedener Prognosen untersucht, wie sich die Kryptowährung in unterschiedlichen Phasen eines groß angelegten militärischen Konflikts zwischen Atommächten entwickeln könnte.

Die Analyse definiert ein Dritter-Weltkriegs-Szenario als direkten, andauernden Konflikt zwischen Atommächten, der sich über einen einzelnen Schauplatz hinaus ausweitet. Europa in Kombination mit dem indo-pazifischen Raum stellt den klarsten Weg zu einer solchen Eskalation dar.

Bitcoin verhält sich in Kriegsszenarien nicht wie eine einzelne Anlageklasse.

In der anfänglichen Schockphase fungiert es als Hoch-Beta-Risikowert, wenn Investoren Kasse machen und Risikoteams die Hebelwirkung über die Märkte hinweg reduzieren.

In den darauffolgenden Wochen kann Bitcoin dazu übergehen, sich wie ein tragbarer, zensurresistenter Wertspeicher zu verhalten. Dieser Übergang hängt weitgehend von den Reaktionen der Regierungen ab, einschließlich Kapitalverkehrskontrollen, Währungsstabilität und Zugang zu Bankinfrastruktur.

Die Analyse identifiziert mehrere aktuelle Brennpunkte, die den globalen Handlungsspielraum verengt haben.

Die sicherheitspolitische Debatte in Europa hat sich von theoretischen Diskussionen zu operativer Planung über Sicherheitsgarantien nach dem Krieg für die Ukraine verlagert – ein Thema, das Russland historisch als rote Linie betrachtet hat.

Im indo-pazifischen Raum ähneln die Militärmanöver Chinas rund um Taiwan zunehmend Blockadeübungen. Laut Analyse erfordert eine Blockadekrise keine Invasion, um die Märkte zu stören. Störungen im Schiffsverkehr und ein einzelner Vorfall auf See könnten erhebliche Volatilität auslösen.

Marktstudien vergangener Konflikte zeigen, dass Vermögenswerte in Phasen der Unsicherheit häufig abverkauft werden und sich anschließend gemäß den politischen Reaktionen entwickeln.

Gold fängt in der Regel zuerst die Sicherheitsnachfrage auf, während der US-Dollar aufwertet und die Kreditspreads sich ausweiten.

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Warum es wichtig ist: Die Politik bestimmt den Ausgang

Die Entwicklung von Bitcoin in einem langwierigen Konflikt hängt von vier Faktoren ab: Dollar-Liquiditätsbedingungen, Bewegungen der Realzinsen, Umsetzung von Kapitalverkehrskontrollen und Zuverlässigkeit der Infrastruktur. Strenge USD-Bedingungen belasten Bitcoin, während lockerere Bedingungen unterstützen.

Die Analyse skizziert drei klar unterscheidbare Phasen des Marktverhaltens.

Die erste Woche ist durch erzwungene Verkäufe geprägt, in der Korrelationen anziehen und Bitcoin zusammen mit Aktien als Liquiditätsrisiko gehandelt wird.

Während einer Stabilisierungsphase wechseln die Märkte von der Frage, was passiert ist, zu der Frage, wie die Politik reagieren wird. Reagieren Zentralbanken mit Liquiditätsunterstützung, Sicherungsmechanismen oder Konjunkturprogrammen, erholt sich Bitcoin häufig gemeinsam mit Risikowerten.

Falls Entscheidungsträger stattdessen Kapitalverkehr, Bankinfrastruktur oder Krypto-Onramps stärker regulieren, kann die Erholung ungleichmäßig verlaufen, mit höherer Volatilität und regionaler Fragmentierung.

Steigende Realzinsen setzen sowohl Bitcoin als auch Gold unter Druck.

Kapitalverkehrskontrollen und Sanktionen können die Nachfrage nach tragbaren Anlagen erhöhen und gleichzeitig den Zugang zu ihnen einschränken.

Das Netzwerk kann funktionsfähig bleiben, während Einzelpersonen Schwierigkeiten haben, Kapital durch regulierte Engpässe zu bewegen. Wenn Konflikte Sanktionen ausweiten, grenzüberschreitende Transfers beschränken oder lokale Währungen destabilisieren, steigt die Nachfrage nach übertragbarem Wert – was die mittelfristige Perspektive für Bitcoin stützt, selbst nach einer hässlichen ersten Woche.

Silber verhält sich als Hybridanlage, die zunächst als Angstabsicherung gemeinsam mit Gold steigen kann, dann aber aufgrund der Bedeutung der industriellen Nachfrage starke Rückgänge erlebt.

Ölpreisspitzen durch Bedrohungen von Lieferwegen können Inflationserwartungen schnell verändern und Zentralbanken zwingen, zwischen Wachstum und Inflationskontrolle zu wählen.

Die Analyse legt nahe, dass Bitcoin einen Krieg wahrscheinlich nicht als digitales Gold beginnt, sich jedoch am Ende ähnlich verhalten kann, wenn Konflikte andauern und die politischen Rahmenbedingungen passen.

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