Eine 11‑jährige akademische Studie zur Anfälligkeit von Bitcoin’s (BTC) für Ausfälle der globalen Internetinfrastruktur hat ergeben, dass das Kryptowährungsnetzwerk selbst dann äußerst widerstandsfähig bleibt, wenn kritische Untersee‑Kommunikationskabel Störungen erleiden.
Die von Wenbin Wu und Alexander Neumueller vom Cambridge Centre for Alternative Finance durchgeführte Forschung analysierte das Peer‑to‑Peer‑Netzwerk von Bitcoin im Zeitraum von 2014 bis 2025 zusammen mit 68 verifizierten Störungsereignissen bei Unterseekabeln.
Die Ergebnisse zeigen, dass zufällige Ausfälle globaler Internetkabel zwischen 72 % und 92 % der länderübergreifenden Netzwerkverbindungen unterbrechen müssten, bevor es zu einer erheblichen Trennung von Bitcoin‑Nodes kommt.
Unterseekabel‑Ausfälle stellen nur begrenztes Risiko dar
Unterseekabel transportieren den Großteil des internationalen Internetverkehrs und gelten als kritische Infrastruktur für digitale Netzwerke.
Die Studie ergab, dass das verteilte Design von Bitcoin das Netzwerk trotz dieser Abhängigkeit sehr widerstandsfähig gegenüber Störungen durch Kabelfehler macht.
Die empirische Analyse zeigte, dass 87 % der dokumentierten Kabelfehler im Untersuchungszeitraum weniger als 5 % Einfluss auf Bitcoin‑Nodes hatten.
Dies legt nahe, dass das Netzwerk selbst bei Ausfällen der Internetinfrastruktur mit nur minimalen Beeinträchtigungen weiter funktioniert.
Die Forschenden modellierten das System mit einem Kaskaden‑Framework, um zu bewerten, wie sich Ausfälle in miteinander verbundenen Netzwerken ausbreiten.
Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass die zugrunde liegende Architektur von Bitcoin die meisten Störungen daran hindert, sich so weit auszubreiten, dass das Netzwerk fragmentiert würde.
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Gezielte Angriffe wirkungsvoller, aber weiterhin begrenzt
Während zufällige Ausfälle nur geringe Auswirkungen hatten, stellte die Studie fest, dass gezielte Störungen ein größeres Risiko für die Netzwerkkonnektivität darstellen könnten.
Selbst koordinierte Angriffe müssten jedoch zwischen 5 % und 20 % strategisch wichtiger grenzüberschreitender Verbindungen stören, bevor es zu einer stärkeren Fragmentierung des Netzwerks kommt.
Diese Schwelle bleibt angesichts der globalen Verteilung der Internet‑Routing‑Infrastruktur, die das Peer‑to‑Peer‑System von Bitcoin unterstützt, relativ hoch.
Die Ergebnisse legen nahe, dass gezielte Angriffe zwar effizienter sind als zufällige Ausfälle, das Netzwerk dank seiner dezentralen Node‑Struktur und redundanter Routing‑Pfade jedoch weiterhin eine erhebliche Widerstandsfähigkeit aufweist.
Tor‑Nutzung stärkt die Netzwerkintegrität
Die Studie untersuchte auch die Rolle von Tor, dem datenschutzorientierten Routing‑Netzwerk, das von vielen Bitcoin‑Nodes genutzt wird.
Die Forschenden stellten fest, dass die Nutzung von Tor die Resilienz verbessert, da sich die Relay‑Bandbreite tendenziell in gut angebundenen Regionen mit starker Internetinfrastruktur konzentriert.
Laut Studie schafft diese Konzentration zusätzliche Konnektivitätsebenen, die dazu beitragen, die Integrität des Netzwerks aufrechtzuerhalten, selbst wenn Teile der zugrunde liegenden Internetinfrastruktur gestört sind.
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