Mit Bitcoin (BTC), der sich von seinen Tiefstständen von rund 60.000 Dollar Anfang dieses Monats erholt hat und nun über 70.000 Dollar notiert, während geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt der USA mit dem Iran die globalen Finanzmärkte erschütterten, warnte der Milliardär und Investor Stanley Druckenmiller, dass der US‑Dollar seine Position als dominante weltweite Reserve-Währung in den kommenden Jahrzehnten möglicherweise nicht halten kann.
In einem Interview, das von Morgan Stanley veranstaltet wurde, sagte der erfahrene Hedgefonds-Manager, dass der Dollar zwar noch viele Jahre einflussreich bleiben werde, äußerte jedoch Zweifel an seiner langfristigen Dominanz.
„Der Dollar wird mich wahrscheinlich überleben, aber ich bezweifle, dass er in 50 Jahren noch die Reservewährung sein wird“, sagte Druckenmiller.
Sorgen um Schulden und Risiken für die Reservewährung
Druckenmillers Bedenken rühren vor allem von der raschen Ausweitung der US‑Staatsverschuldung her.
Die staatliche Verschuldung ist in der Folge pandemiebedingter Konjunkturprogramme stark angestiegen, und höhere Zinsen, die zur Eindämmung der Inflation eingeführt wurden, haben die Kosten für den Schuldendienst erhöht; die Verbindlichkeiten des Landes übersteigen inzwischen 38 Billionen Dollar.
Der Investor argumentierte, dass anhaltende Haushaltsdefizite das Vertrauen in die Währung im Laufe der Zeit untergraben könnten. Zuvor hatte er den Verlauf der US‑Schulden bereits als „Schuldenbombe“ bezeichnet und gewarnt, dass die Politik die langfristige Stabilität des Dollars schwächen könnte.
Obwohl Druckenmiller nicht genau vorhersagte, was den Dollar ersetzen könnte, räumte er ein, dass digitale Vermögenswerte letztlich eine Rolle spielen könnten.
„Es könnte irgendein Krypto‑Ding sein, das ich hasse“, sagte er und knüpfte damit an Bemerkungen an, die er bereits vor einigen Jahren gemacht hatte, als er über potenzielle Alternativen zum aktuellen globalen Währungssystem sprach.
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Wachsende Aufmerksamkeit für Bitcoin und Stablecoins
Trotz früherer Skepsis gegenüber Kryptowährungen hat Druckenmiller zuletzt eine differenziertere Haltung eingenommen.
Er sagte, Stablecoins, also digitale Token, die in der Regel an Fiatwährungen gekoppelt sind, könnten die globalen Zahlungssysteme letztlich transformieren.
„Ich gehe davon aus, dass unsere gesamten Zahlungssysteme in 10 oder 15 Jahren auf Stablecoins basieren werden“, sagte er und beschrieb sie als schneller, günstiger und effizienter als die traditionelle Finanzinfrastruktur.
Der Investor betrachtet einen großen Teil des Kryptosektors zwar weiterhin als eine „Lösung auf der Suche nach einem Problem“, räumte jedoch ein, dass sich Bitcoins Ruf als digitaler Wertspeicher weiter festige und zunehmend mit Gold verglichen werde.
Breitere Warnungen in Bezug auf den Dollar
Druckenmillers Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem auch andere prominente Investoren ähnliche Bedenken hinsichtlich der langfristigen Aussichten der US‑Währung äußern.
Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates, argumentierte kürzlich, dass strukturelle Schwächen des Dollars auf einen allmählichen Erosionsprozess seines Status als Reservewährung hindeuten könnten.
Unterdessen hat Tesla‑Chef Elon Musk wiederholt angedeutet, dass sich das globale Finanzsystem letztlich vollständig von Fiatwährungen lösen könnte, was Spekulationen unter Kryptowährungsbefürwortern befeuert, dass digitale Vermögenswerte künftig eine größere Rolle in der monetären Landschaft spielen könnten.
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