Bitcoin (BTC) kann sich zwar in die gleiche Richtung wie US-Tech-Aktien bewegen, doch nur etwa 25 % seiner Kursbewegungen sind tatsächlich an die Aktienmärkte gekoppelt, so eine neue Analyse von NYDIG, einem auf Bitcoin fokussierten Finanzdienstleister, der argumentiert, dass die gängige Erzählung einer strukturellen Konvergenz zwischen Krypto- und Softwareaktien übertrieben ist.
Was passiert ist: Missverständnis bei der Korrelation
Greg Cipolaro, Forschungsleiter bei NYDIG, hat in einem Freitagsbericht dargelegt, dass die 90-Tage-Rollkorrelation von BTC mit Softwareaktien seit dem Rekordhoch der Kryptowährung von über 126.000 US-Dollar Anfang Oktober gestiegen ist.
Doch die Korrelationen mit dem S&P 500 und dem Nasdaq haben im gleichen Tempo zugenommen, was darauf hindeutet, dass der Trend nicht spezifisch für Softwareaktien ist. Vielmehr spiegelt er eine breitere Verschiebung in der Risikobereitschaft der Anleger wider.
„Die Schlussfolgerung, dass Bitcoin und Softwareaktien strukturell konvergiert sind, ist übertrieben“, schrieb Cipolaro.
Sowohl BTC als auch Softwareaktien werden als langfristige, liquiditätssensible Anlagen behandelt – sie steigen, wenn das makroökonomische Umfeld Risikobereitschaft begünstigt, und fallen, wenn dies nicht der Fall ist. Diese gemeinsame Sensitivität gegenüber geldpolitischen Rahmenbedingungen, nicht eine tiefere strukturelle Verbindung, treibt die parallelen Kursbewegungen.
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Warum es wichtig ist: Argument der Diversifikation
NYDIG hält daran fest, dass BTC eine eigenständige Marktstruktur besitzt. Netzwerkaktivität, Adoptionstrends und politische Entwicklungen prägen seinen Preis auf Weise, die für Softwareunternehmen nicht gelten, so Cipolaro. Das stützt die Rolle von BTC als Portfoliodiversifikator selbst in Phasen erhöhter Korrelationen zwischen Anlageklassen.
Eine Spannung, die die Analyse einräumt, ist das Ausbleiben eines Handelsverhaltens wie bei Gold. Trotz des langjährigen Labels „digitales Gold“ scheinen Händler BTC entlang einer Risiko-Kurve zuzuordnen, statt es als Absicherung gegen wirtschaftliche Instabilität zu nutzen.
Die Korrelationen mit Aktien bleiben erhöht. Doch 75 % der BTC-Kursbewegungen werden von Faktoren außerhalb des Aktienmarkts bestimmt – bei Weitem nicht genug, um es als Softwareaktie zu bezeichnen.
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