Ausländische Geheimdienste bezahlen rekrutierte US‑Insider in Kryptowährung, um die Geldquelle zu verschleiern, während sie über fingierte Online‑Beratungsjobs sensible Regierungsinformationen abschöpfen.
Zentrale Punkte:
- Das FBI erklärt, dass ausländische Agenten amerikanische Insider über fingierte Remote‑Beratungsangebote rekrutieren, die auf Jobbörsen und Networking‑Plattformen veröffentlicht werden.
- Die Rekruten werden in Kryptowährung und über Peer‑to‑Peer‑Transfers bezahlt, die verschleiern, wer das Geld schickt und warum.
- Ein ehemaliger Heeresanalyst gab 92 sensible Militärdokumente weiter, nachdem ein ausländischer Kontakt ihn über eine Freelancer‑Plattform angeheuert hatte.
Krypto‑Zahlungen befeuern Vorstoß zur Auslandsrekrutierung
Die Bundesbehörden haben diesen Monat 13 Internet‑Domains beschlagnahmt, die sich als Beratungsfirmen ausgaben und aktuelle sowie ehemalige US‑Beamte rekrutierten, teilte das Justizministerium mit.
Gerichtsakten besagen, dass die Betreiber die Rekruten über fingierte Konten und Kryptowährung bezahlten, um die wahre Herkunft des Geldes zu verbergen.
Das FBI beschreibt die breitere Methode als „virtuelles Targeting“. Ausländische Dienste scannen Jobbörsen und Networking‑Seiten nach Personen mit Regierungs‑, Militär‑ oder technischem Zugang. Agenten geben sich dann als Recruiter aus und verlagern vielversprechende Kontakte auf verschlüsselte Apps.
Die Tarnfirmen wirkten glaubwürdig, ausgestattet mit KI‑generierten Profilfotos, unterschriebenen Verträgen und Titeln wie „Senior Analyst“ auf Freelancer‑Marktplätzen wie Upwork und Wellfound.
Roman Rozhavsky, Leiter der Abteilung für Spionageabwehr und Nachrichtendienste des FBI, sagte, Gegner setzten auf diese Plattformen, weil sie günstigen, direkten Zugang zu Tausenden potenzieller Ziele auf einmal bieten.
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Analysten warnen: Krypto verlangsamt die Geldspur
Krypto‑Forscher stellen fest, dass staatliche Akteure digitale Vermögenswerte zunehmend als operatives Werkzeug betrachten, weil sie schnelle grenzüberschreitende Transfers schätzen, die sich nur schwer nachverfolgen lassen.
Die Rekrutierung beginnt meist klein. Agenten schmeicheln einem Ziel, vergeben einfache Rechercheaufgaben und bezahlen schnell, um Vertrauen aufzubauen.
Die Anfragen werden dann spezifischer und lukrativer, und die Kommunikation verlagert sich häufig auf verschlüsselte Messenger, wo Zahlungen in Krypto oder über Peer‑to‑Peer‑Apps die Beziehung im Verborgenen halten.
Viele Ziele begreifen nie, mit wem sie es zu tun haben, sagt das FBI, weil der Austausch professionell bleibt und die Zahlungen routinemäßig wirken. Selbst Menschen ohne Sicherheitsfreigabe stoßen auf Interesse, da ihre Erfahrungen ihnen später Türen zu sensiblen Positionen öffnen können.
Beamte warnten, dass die Kampagne an Fahrt gewann, als tiefe Stellenkürzungen im Bund dazu führten, dass mehr Personen mit Freigaben nach Einkommen suchten und für unaufgeforderte Angebote offen waren.
Die Bedrohung ist nicht hypothetisch.
Korbein Schultz, ein ehemaliger Heeres‑Nachrichtenanalyst, erhielt eine siebenjährige Haftstrafe, nachdem ihn ein in China ansässiger Kontakt über eine Freelancer‑Plattform anheuerte und online bezahlte. Er lud mindestens 92 sensible Militärdokumente herunter und übermittelte sie. Er versuchte sogar, einen weiteren Analysten in das Schema hineinzuziehen – alles, ohne seinen Führungsoffizier jemals persönlich zu treffen.
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