Große US‑Bitcoin (BTC)-Mining‑Pools haben ihren Betrieb stark reduziert, da ein arktischer Wintersturm die Stromnetze im ganzen Land belastet. Foundry USA und Luxor haben Ende Januar 2026 zusammen mehr als 110 Exahashes pro Sekunde Hashrate abgeschaltet.
Was passiert ist: Mining‑Betrieb gedrosselt
Der weltweit größte Bitcoin‑Mining‑Pool, Foundry USA, verzeichnete laut TheMinerMag einen Einbruch seiner Hashrate von nahezu 340 EH/s auf rund 242 EH/s Ende letzter Woche. Luxor meldete einen Rückgang von etwa 45 EH/s auf 26 EH/s.
Kleinere Rückgänge wurden auch bei Antpool und Binance Pool beobachtet.
„Die Bitcoin‑Hashrate bei FoundryUSA allein ist seit Freitag aufgrund der anhaltenden Drosselungen um fast 200 EH/s bzw. 60 % gesunken“, berichtete TheMinerMag. „Die temporäre Blockproduktion hat sich auf 12 Minuten verlangsamt.“
Daten von Hashrate Index zeigen, dass Foundry nun etwa 163,5 EH/s Rechenleistung kontrolliert und damit rund 22,59 % der gesamten Netzwerk‑Hashrate stellt. Luxors Anteil ist auf 3,01 % gefallen, mit rund 21,9 EH/s.
Die schwere arktische Kältewelle hat großen Teilen der Vereinigten Staaten Schnee, Eis und extreme Temperaturen gebracht und die Heiznachfrage stark erhöht. Laut ABC News hat der Wintersturm mindestens drei Menschen das Leben gekostet und Hunderttausenden Haushalten den Strom genommen, insgesamt sind über 200 Mio. Amerikaner betroffen.
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Warum das wichtig ist: Belastbarkeit des Netzes getestet
Matthew Sigel, Leiter der Digital‑Asset‑Forschung bei VanEck, verwies auf die Rolle, die Bitcoin‑Miner bei der Entlastung der Stromnetze während extremer Wetterereignisse spielen können.
„Tragisch, dass über 1 Mio. Amerikaner aufgrund des Wintersturms im Osten der USA ohne Strom sind“, sagte er. „Einige börsennotierte Bitcoin‑Miner verfügen über erhebliche Kapazitäten in oder nahe betroffenen Regionen, und mehrere – etwa CLSK, RIOT, BTDR und andere – sind strukturell so aufgestellt, dass sie über Demand‑Response‑Programme der Versorger als flexible Lasten agieren können.“
Der Rückgang der Hashrate fällt in eine Zeit, in der die Reserven der Miner im Januar 2026 auf ihren niedrigsten Stand seit 2010 gesunken sind. Gedämpfte Bitcoin‑Preise und steigende Energiekosten drücken auf die Margen.
Die Strompreise erreichten im September 2025 mit 18,07 Cent pro Kilowattstunde ein Rekordniveau, ein Anstieg von 10,5 % seit Januar desselben Jahres. Einige Betreiber, darunter Bitfarms, haben begonnen, Ressourcen in Richtung künstlicher Intelligenz und High‑Performance‑Computing umzuschichten.
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