World Liberty Financial (WLFI) hat vorgeschlagen, 62,2 Milliarden Token nach neuen Vestingplänen zu sperren und dauerhaft bis zu 4,5 Milliarden WLFI zu verbrennen – eine Governance-Maßnahme, die auf alle Insider-Zuteilungen abzielt.
Details zur WLFI-Token-Sperre
Der Vorschlag würde 45,2 Milliarden WLFI, die von Gründern, Teammitgliedern, Beratern und institutionellen Partnern gehalten werden, unter eine zweijährige Cliff-Periode mit anschließendem dreijährigen linearen Vesting stellen.
Diese Inhaber müssen außerdem zustimmen, bei der Teilnahme verpflichtend 10 % ihrer Token zu verbrennen – ein Mechanismus, der dauerhaft bis zu 4,5 Milliarden Token aus dem gesamten Angebot von 100 Milliarden entfernen könnte.
Frühe Unterstützer mit 17 Milliarden WLFI würden etwas bessere Konditionen erhalten, mit einer zweijährigen Cliff- und einer zweijährigen Vesting-Periode, aber ohne Burn.
Viele dieser Inhaber warten bereits seit rund 550 Tagen, seit dem Start des Projekts im Oktober 2024. Nun stehen ihnen weitere vier Jahre bevor, bevor sie vollen Zugriff erhalten.
Wer sich nicht innerhalb eines Zeitfensters von zehn Tagen entscheidet, bleibt gemäß den ursprünglichen Bedingungen auf unbestimmte Zeit gesperrt. World Liberty Financial gab an, dass 77 % des derzeit gesperrten Angebots inaktiven, nicht abstimmenden Inhabern gehören. Das Projekt stellte das Ultimatum als Filter für echte Governance-Teilnehmer dar und bezeichnete es als „eines der stärksten langfristigen Governance-Alignment-Signale in DeFi“.
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Reaktion der WLFI-Community
Der Vorschlag kam in einer schwierigen Phase für das DeFi-Projekt mit Trump-Familienbezug. Anfang des Monats geriet WLFI in die Kritik, weil rund 5 Milliarden Token als Sicherheiten auf dem Lending-Protokoll Dolomite hinterlegt und etwa 75 Millionen US-Dollar in Stablecoins geliehen wurden. Diese Position band über die Hälfte des gesamten in Dolomite hinterlegten Werts und schränkte die Liquidität anderer Einzahler ein.
Die Reaktion im Governance-Forum ist gespalten. Befürworter lobten den Burn und die verlängerten Sperrfristen als Beweis dafür, dass das Team „Skin in the Game“ habe.
Kritiker bezeichneten die Bedingungen als strafend für frühe Käufer, die nun mit jahrelanger zusätzlicher Wartezeit oder einer dauerhaften Sperre konfrontiert sind.
WLFI wurde zum Zeitpunkt dieses Artikels bei rund 0,08 US-Dollar gehandelt, etwa 82 % unter seinem Allzeithoch von 0,46 US-Dollar im September 2025. Der Token erreichte am 11. April mit 0,077 US-Dollar ein Allzeittief im Zuge der Dolomite-Lending-Kontroverse und hat allein in der vergangenen Woche rund 19 % seines Werts verloren.
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