XRP Ledger bündelt 3.254 Transaktionen in einem Block – neuer Rekord

Ester Shlain
Ester Shlainvor 1 Stunde
Record ledger of 3,254 transactions on the XRP Ledger, flagged by Hussein Zangana as probable throughput testing (Image: Shutterstock)
Record ledger of 3,254 transactions on the XRP Ledger, flagged by Hussein Zangana as probable throughput testing (Image: Shutterstock)

Das XRP-(XRP)‑Ledger hat am 14. September 3.254 Transaktionen in einem einzigen Ledger verarbeitet – ein neuer Höchstwert, der nur drei Tage nach dem Livegang eines Protokoll-Fixes erreicht wurde.

Wichtigste Punkte:

  • XRP Ledger validierte 3.254 Transaktionen in einem Ledger – so viele wie nie zuvor in der Historie des Netzwerks.
  • Bei den meisten Einträgen handelte es sich um Ein-Drop-XRP-Zahlungen, die Hussein Zangana von der XRPL Foundation als wahrscheinlichen Durchsatztest einordnet.
  • Der Schub folgte auf das fixCleanup3_3_0-Amendment, das am 11. September mit der Unterstützung von 31 von 35 Validatoren im Mainnet aktiviert wurde.

Was hinter dem neuen XRPL-Transaktionsrekord steckt

Hussein Zangana, Community Director bei der XRP Ledger Foundation und online als Vet bekannt, meldete den neuen Höchststand nach Durchsicht des betreffenden Ledgers. Die meisten Transaktionen umfassten genau einen Drop – die kleinste XRP-Einheit, ein Millionstel eines Tokens. In seinem Beitrag nannte er weder den Ledger-Index noch das Konto hinter der Transaktionsflut; die Rekordbehauptung stützt sich damit allein auf seine Auswertung.

Zangana wertete das Muster als wahrscheinlichen Durchsatz- beziehungsweise Stresstest. Eine Stellungnahme des Absenders liegt bislang nicht vor.

Ein Ledger, der fast ausschließlich aus simplen Zahlungsanforderungen besteht, belastet die Validatoren deutlich weniger als einer mit Orderbuch-Orders, Token-Operationen oder Cross-Currency-Pfaden. Zangana schätzte, dass 500 einfache Zahlungen weniger Gewicht haben können als 200 Trades. Die Zahl 3.254 beschreibt im Übrigen die Transaktionen, die in den Ledger aufgenommen wurden – nicht zwingend 3.254 erfolgreich abgeschlossene Transfers, denn auch fehlgeschlagene Transaktionen zahlen eine Gebühr und bleiben dauerhaft im Protokoll verankert.

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Warum die Kapazitätsziele des XRPL wichtig sind

Anders als Bitcoin (BTC) kennt das XRP-Ledger keine starre Obergrenze für die Zahl der Transaktionen pro Block. Laut Zangana kann das Netzwerk sein „Soft Target“ anheben, wenn ein stark ausgelasteter Ledger weiterhin zügig schließt – ein Signal, das Validatoren als Anzeichen eines gesunden Konsenses werten. Umgekehrt lässt sich dieses Ziel wieder absenken, wenn sich die Abschlusszeiten spürbar über den bevorzugten Bereich hinaus verlängern.

Diese Systematik relativiert die Aussagekraft des Rekordwerts: Ein einzelner vollgepackter Ledger beweist noch keine dauerhaft höhere Tragfähigkeit. Die nachhaltige Kapazität hängt weiter von der Komplexität der Transaktionen, der Hardware der Teilnehmer und von aufeinanderfolgenden Ledger-Schlusszeiten ab. Während des jüngsten Schubs meldete kein Betreiber einen gescheiterten Konsensdurchlauf. XRP notierte um 1,38 US-Dollar, als die Rekordmeldung die Runde machte.

Rekorde im XRP-Ledger fallen in rascher Folge

Die Messlatte verschiebt sich derzeit beinahe täglich. Am 13. September zählte Zangana 2.713 Transaktionen im Ledger 106.943.716, der in 3,8 Sekunden schloss; nur wenige Stunden später lag der Bestwert bereits bei 2.768 Transaktionen. Er verfolgte diese Zahlungswelle auf einen Ring von 20 koordinierten Accounts zurück und empfahl Node-Betreibern, gegebenenfalls die zulässige Nachrichtengröße ihrer Verbindungen nach oben anzupassen.

Die technischen Korrekturen, die den jüngsten Lauf ermöglichten, erreichten das Mainnet am 11. September: Das Amendment fixCleanup3_3_0 wurde im validierten Ledger 106.911.489 aktiviert – mit der Zustimmung von 31 der 35 Validatoren, was einer Unterstützung von 88,57 % entspricht.

Das Update korrigierte die Behandlung von Vaults, Kreditfunktionen, automatisierten Market Makern, der Permissioned Exchange, Checks und Pseudo-Accounts. Fünf größere Features aus dem Software-Release der Version 3.3.0 bleiben vorerst deaktiviert. Am weitesten fortgeschritten ist derzeit das Amendment BatchV1_1 mit 27 von 35 Validatoren – noch unter der 80-%-Schwelle, die für zwei aufeinanderfolgende Wochen gehalten werden muss.

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Ester Shlain

Business Analyst bei Yellow, zuständig für Handelsmechanismen, agentische Infrastruktur und Marktforschung zum Krypto-Exchange-Stack. Sieben Jahre in Web3 in den Bereichen DAO-Plattformen, Launchpads und Tokenomics-Design. Schreibt für Menschen, die die Zahlen hinter der Erzählung verstehen wollen.

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