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„Nicht mehr nur ein Bitcoin-Miner“: MARA-Aktie steigt um 6 % nach News zu KI-Joint-Venture

„Nicht mehr nur ein Bitcoin-Miner“: MARA-Aktie steigt um 6 % nach News zu KI-Joint-Venture

MARA Holdings (NASDAQ: MARA) meldete für das 4. Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar – nach einem Nettogewinn von 528,3 Millionen US-Dollar im Vorjahr – da ein Rückgang des beizulegenden Zeitwerts seiner Bitcoin-(BTC)-Bestände um 1,5 Milliarden US-Dollar operative Gewinne ausradierte, obwohl das Unternehmen zugleich ein Joint Venture mit Starwood Digital Ventures ankündigte, mit dem Ziel, seine stromstarken Mining-Standorte auf KI und High-Performance-Computing auszurichten.

Was passiert ist: Q4-Verlust, Starwood-Deal

Die Umsätze sanken um 6 % auf 202,3 Millionen US-Dollar gegenüber 214,4 Millionen US-Dollar im 4. Quartal 2024, bedingt durch einen Rückgang des durchschnittlichen Bitcoin-Preises der im Quartal geminten Coins um 14 %. Der Jahresumsatz stieg zwar um 38 % auf 907,1 Millionen US-Dollar, doch dieses Wachstum wurde von der massiven vierteljährlichen Abschreibung auf Digital-Asset-Bestände überlagert.

MARA hielt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 53.822 BTC mit einem Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20 % im Jahresvergleich. Die aktivierte Hashrate stieg um 25 % auf 66,4 EH/s, blieb damit aber unter dem eigenen Ziel von 75 EH/s – eine Lücke, die MARA eher strikter Kapitaldisziplin als operativem Versagen zuschrieb.

Das gemeinsam mit den Quartalsergebnissen angekündigte Joint Venture mit Starwood sieht vor, dass MARA Rechenzentrumsstandorte einbringt, während Starwood für Design, Bau, Mieterakquise und Betrieb verantwortlich ist. Die Anfangsphase zielt auf mehr als 1 Gigawatt IT-Kapazität ab, mit einer Roadmap über 2,5 GW hinaus. MARA kann sich mit bis zu 50 % an einzelnen Projekten beteiligen, und Bitcoin-Mining soll an Standorten fortgeführt werden, an denen die Stromkosten weiterhin vorteilhaft sind.

Das Quartal war zudem das erste seit 2022, in dem MARA sein „at-the-market“-Aktienausgabeprogramm nicht nutzte und stattdessen geminte Bitcoins veräußerte, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Außerdem erwarb das Unternehmen eine 64-%-Beteiligung an Exaion, um KI-Fähigkeiten auszubauen, und kaufte ein 42-Megawatt-Rechenzentrum in Nebraska.

Trotz des hohen Verlusts – 4,52 US-Dollar je verwässerter Aktie gegenüber einer Analystenerwartung eines Verlusts von 0,03 US-Dollar – stiegen die MARA-Aktien nach der Ergebnisveröffentlichung um 6,2 %. Die Marktreaktion schien vor allem mit der Starwood-Ankündigung und der breiteren Neupositionierung des Unternehmens zusammenzuhängen, wobei der CEO die Neuausrichtung deutlich formulierte: MARA sei „nicht mehr nur ein Bitcoin-Miner“.

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Warum es wichtig ist: Mining-Ökonomie unter Druck

Die Ergebnisse legen das Bilanzrisiko offen, das mit großen Bitcoin-Positionen in Zeiten hoher Preisschwankungen einhergeht. BTC fiel vom Stand von 114.068 US-Dollar Ende Q3 auf 87.498 US-Dollar zum 31. Dezember und drückte MARAs bereinigtes EBITDA von plus 796 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf minus 1,5 Milliarden US-Dollar.

Die Hinwendung zu KI-Infrastruktur folgt einem Muster in der Mining-Branche, in der Betreiber ihre Energie-Assets zunehmend für margenstärkere Compute-Workloads neu positionieren, da sich Energierestriktionen verschärfen und die Bitcoin-Mining-Ökonomie immer stärker unter Druck gerät. Ob diese Strategie aufgeht, bleibt offen – MARA hat bislang noch keine Umsätze aus KI- oder HPC-Aktivitäten erzielt, und das Starwood-Joint-Venture befindet sich noch in einem frühen Stadium.

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