Apple hat am 14. September iOS 27 mit einer grundlegend überarbeiteten Siri-KI veröffentlicht. Analysten und Tester sehen den Konzern dennoch klar hinter Google, OpenAI und Anthropic im Rennen um führende KI-Technologien.
Wichtigste Punkte:
- Apple veröffentlicht iOS 27 mit einer Beta-Version der neu aufgebauten Siri-KI am 14. September.
- Zugriff nur per Warteliste, ausschließlich auf Englisch und mit täglichen Nutzungslimits.
- Analysten und Tester sehen Apple trotz des Upgrades weiter hinter den führenden KI-Laboren.
Start der neuen Siri-KI
Apple hat am Montag mit dem Rollout von iOS 27 und passenden Updates für iPad, Mac, Apple Watch und Vision Pro begonnen – mit dem neu gestalteten Assistenten als zentralem Zugpferd. Siri KI trägt weiterhin das Label „Beta“.
Nutzer müssen die Funktion in den Einstellungen aktiv freischalten; teils ist zuvor ein Eintrag in eine Warteliste nötig.
Vorerst arbeitet der Assistent nur auf Englisch. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen. In Festlandchina hält Apple Siri KI zunächst komplett zurück. Nutzer in der EU erhalten die Funktionen nicht auf iPhone, iPad oder Apple Watch, wohl aber auf Mac und Vision Pro.
Cloudbasierte Features, darunter Siri KI, unterliegen täglichen Nutzungslimits. Apple kündigte an, höhere Limits würden „künftig gegen Gebühr verfügbar sein“, ohne Preis oder Starttermin zu nennen.
Mehr dazu: XRP-Futures erreichen 6-Monats-Hoch – Nutzungswachstum überholt Kursentwicklung
Apples KI-Rückstand
Ein Teil des Rückstands hängt mit Apples Ansatz beim KI-Design zusammen. Statt auf KI-Systeme im absoluten Spitzenmaßstab zu setzen, nutzt der Konzern überwiegend kleinere, eigene Modelle, die oft direkt auf den hauseigenen Chips laufen. Aufwendigere Anfragen werden an Private-Cloud-Compute-Server auf Google Cloud ausgelagert, die mit Hardware von Nvidia und Intel bestückt sind. Der langjährige Apple-Tester Federico Viticci konstatierte, dass Apples Foundation-Modelle – trotz Unterstützung durch Gemini – noch nicht an OpenAIs GPT‑5.5 Instant heranreichen.
Tester, die die Beta-Version ausprobiert haben, berichten, Siri verstehe nun erstmals persönlichen Kontext zuverlässig und greife auf breites Weltwissen zu – genau wie Apple es 2024 versprochen hatte. Dennoch wirkte der Start auf viele ernüchternd: Als Siri KI nun tatsächlich ausgerollt wurde, war der restliche KI-Markt bereits bei Agenten angekommen, die Code schreiben, Computer eigenständig bedienen und mehrstufige Aufgaben vollständig abwickeln.
Brian Mulberry von Zacks Investment Management nannte KI „die mit Abstand größte Herausforderung“ für John Ternus, der am 1. September Tim Cook als CEO abgelöst hat. Apple müsse beweisen, dass KI mehr sein könne als nur eine aufgebohrte Siri.
Andere Analysten meinten vergangene Woche, ein überzeugender Relaunch bis Jahresende könne Apple helfen, zum Gemini-Assistenten von Google aufzuschließen.
Apple hatte eine persönlichere Siri erstmals auf der Entwicklerkonferenz 2024 gezeigt und sogar Werbespots dazu geschaltet, die Funktionen dann aber 2025 und erneut in diesem Jahr verschoben. Im Mai soll der Konzern Berichten zufolge 250 Millionen US‑Dollar gezahlt haben, um eine Klage wegen dieser Verzögerungen beizulegen – wenige Monate nachdem Apple sich im Januar Google zugewandt und einen mehrjährigen Deal geschlossen hatte, um kommende Modelle mit Gemini-Technologie zu entwickeln.
Als Nächstes lesen: Iran verkaufte Öl, chinesische Firmen kassierten Krypto – nun fordert das US-Justizministerium 61 Mio. US-Dollar

