Apple hat iOS 27 veröffentlicht und damit seine neu aufgebaute Siri-KI nach zweijähriger Verzögerung auf das iPhone gebracht – allerdings mit Nutzungsobergrenzen und regionalen Einschränkungen, die den Funktionsumfang für viele Besitzer spürbar reduzieren.
Wichtigste Punkte:
- Siri-KI startet als englischsprachige Beta auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen.
- Fotos und Safari erhalten KI-Funktionen, cloudbasierte Features unterliegen aber Tageslimits.
- Frühe Tests bescheinigen Siri-KI einen Mehrwert in Apps, sehen sie jedoch hinter konkurrierenden KI-Modellen zurück.
Rollout von Siri-KI mit iOS 27
Apple hat iOS 27 am 14. September als kostenloses Update für das iPhone 11 und neuere Modelle freigegeben, nach einem Sommer mit Entwickler- und Public-Betas. Apps sollen laut Apple nun bis zu 30 % schneller starten. Die wichtigsten Neuerungen sind jedoch Modellen ab iPhone 15 Pro vorbehalten.
Siri-KI ist eine runderneuerte Version des Assistenten, die auf Nachrichten, E-Mails und Fotos des Nutzers zugreifen, Fragen zu Inhalten auf dem Bildschirm beantworten und frische Informationen aus dem Web abrufen kann. Sie startet als englischsprachige Beta zusammen mit einer eigenen Siri-App; Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen.
Serverbasierte Funktionen – darunter Siri-KI, Foto-Bearbeitungstools und Image Playground – unterliegen täglichen Nutzungslimits. Apple hat in Aussicht gestellt, den Zugang gegen Aufpreis später auszuweiten. Eine weitere Lücke ist Europa: In der Europäischen Union wird Siri-KI zunächst gar nicht ausgerollt, und auch in China stehen die neuen KI-Funktionen wegen laufender regulatorischer Prüfungen noch nicht zur Verfügung.
Die Fotos-App bietet mit Spatial Reframing nun die Möglichkeit, den Bildausschnitt nachträglich in der Tiefe anzupassen, ergänzt um Extend und ein verbessertes Clean-Up-Werkzeug. Erste Tester warnen allerdings davor, beim Reframing zu stark zu überziehen. Safari kann Tabs nach Themen sortieren, Preisrückgänge markieren und aus einer einfachen Beschreibung maßgeschneiderte Erweiterungen generieren, während ein neuer Regler es erlaubt, den Liquid-Glass-Look anzupassen.
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Federico Viticci über Siri-KI
Apple-Beobachter schreiben in einem diese Woche veröffentlichten Test, dass die zugrunde liegenden Modelle von Siri-KI der Konkurrenz hinterherlaufen, sobald es über einfache Wissensfragen hinausgeht. Für tiefere Recherchen könne sie OpenAIs ChatGPT nicht ersetzen. Kritisiert wird außerdem das Fehlen eines Agentenmodus.
Gleichwohl argumentiert Federico Viticci, Siri-KI könne innerhalb nativer Apps Aufgaben übernehmen, die kein Drittanbieter-Agent in dieser Tiefe leisten kann, und dürfte damit für Millionen Nutzer „gut genug“ sein. Apple hat fünf neue Foundation-Modelle auf eigenen Daten trainiert und deren Ergebnisse mit Outputs von Googles Gemini verfeinert; Viticci betont jedoch, dass kein Gemini-Modell direkt in Apples Software läuft.
Mit dem Start endet eine lange Wartezeit. Apple hatte auf der Entwicklerkonferenz 2024 eine stärker personalisierte, kontextbewusste Siri angekündigt, die sich dann jedoch verzögerte – während Wettbewerber im KI-Bereich davonzogen. Am 8. Juni zeigte Apple Siri-KI schließlich in der WWDC-Keynote, veröffentlichte kurz darauf eine Entwickler-Beta und öffnete im Juli das öffentliche Beta-Programm.
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