Apple hat am Dienstag die Vorbestellungen für HomeView gestartet – ein Smart-Display für 299 Dollar mit 7‑Zoll-Bildschirm, Gesichtserkennung und einer neuen Siri-KI. Käufer in der Europäischen Union gehen jedoch leer aus.
Wichtigste Fakten:
- HomeView kostet in den USA 299 Dollar, ist seit Dienstag vorbestellbar und wird ab 13. November ausgeliefert.
- Das Display erkennt per Gesicht bis zu sechs Haushaltsmitglieder und setzt auf Siri-KI mit A18-Chip.
- Apple bringt HomeView nicht in die EU, weil Siri-KI dort bislang nicht verfügbar ist.
Markteinführung von Apple HomeView
Das Unternehmen hat HomeView in einer Mitteilung am Dienstag vorgestellt und angekündigt, dass die Auslieferung am 13. November beginnt – einen Monat nach der Präsentation.
Kunden in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Indien können beide Varianten ab sofort bestellen. In Singapur startet der Verkauf am 15. Oktober, in Südafrika erfolgt der Vertrieb über autorisierte Händler.
Die Europäische Union taucht gar nicht erst in der Länderliste auf. Grund ist Siri-KI, der zentrale Sprachassistent des Geräts, der in iOS innerhalb des EU-Binnenmarkts weiterhin nicht verfügbar ist. Apple verweist darauf, mit den zuständigen EU-Behörden an einer Lösung zu arbeiten.
Erste Berichte zum Marktstart bestätigten zwei Ausführungen zum gleichen Preis: ein Tischmodell mit kuppelförmigem Lautsprecherfuß sowie eine Wandversion, die eine separate Halterung ab 59,95 Dollar benötigt. Die Tischvariante ist in vier Farben erhältlich, die Wandvariante in zwei. Laut Apples technischen Daten verzichtet die Wandversion außerdem auf den nach unten abstrahlenden Tieftöner und zwei gegenphasige Passivmembranen des Standfußes.
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Siri-KI mit Gesichtserkennung
HomeView basiert auf einem A18-Chip und erkennt per Gesichtserkennung bis zu sechs Personen. Jeder Nutzer erhält einen personalisierten Home-Bildschirm mit eigenen Apps und Widgets. Nachrichten und Kalenderinhalte werden nur eingeblendet, wenn der Besitzer erkannt wird, sich ein gekoppeltes iPhone oder iPad in der Nähe befindet und kürzlich entsperrt wurde. Geteilte Fotoalben und Musik bleiben dagegen allgemein zugänglich – auch für Gäste.
Greg Joswiak, Senior Vice President Worldwide Marketing bei Apple, erklärte, das Gerät sei für die gemeinsame Nutzung im Haushalt gedacht, solle sich für jeden Nutzer aber „komplett persönlich“ anfühlen. Siri-KI bezeichnete er als Herzstück des Produkts. Zum Start unterstützt sie ausschließlich Englisch – in insgesamt acht Märkten.
Die Einschätzung von Mark Gurman
Mark Gurman, langjähriger Apple-Beobachter, schrieb zwei Tage vor der Präsentation in einem Beitrag bei iPhone in Canada, Apple habe im Smart-Home-Segment über ein Jahrzehnt lang Boden verloren. Die neue Produktfamilie – darunter eine überarbeitete Apple TV 4K, ein neuer HomePod mini sowie gemeinsam mit LG entwickelte Zubehörprodukte – wertet er als Versuch, aufzuschließen und Nutzer stärker an das iPhone-Ökosystem zu binden.
HomeView folgt auf Wochen von Leaks. Gurman berichtete bereits am 30. September, dass der Hub sich optisch am iMac G4 orientieren und mit einem quadratischen 6‑Zoll-Display kommen sollte – letztlich misst der Bildschirm nun 7 Zoll.
Am 11. Oktober legte er nach und nannte erstmals den Produktnamen HomeView, der zunächst in einer Markenanmeldung aufgetaucht war. Zudem berichtete er über den A18-Chip, das geplante Lieferfenster Mitte November sowie den Verzicht auf einen eigenen App Store.
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