Sen. Bernie Sanders will, dass die US-Regierung einen Eigentumsanteil von 50 % an den größten amerikanischen Unternehmen für künstliche Intelligenz übernimmt, darunter OpenAI und Anthropic.
Zentrale Punkte:
- Sanders plant ein Gesetz zur Schaffung eines öffentlichen Staatsfonds, der mit Aktien großer KI-Unternehmen ausgestattet wird.
- Die Maßnahme würde eine einmalige Steuer von 50 % vorsehen, die in Aktien statt in bar von Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und xAI gezahlt wird.
- Sein Vorschlag wurde am selben Tag vorgestellt, an dem Anthropic vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang einreichte.
Sanders wirbt für KI-Eigentumsfonds
Der unabhängige Senator aus Vermont legte die Idee am 1. Juni in einem Zeitungsbeitrag dar. Er nennt den Gesetzentwurf den „American A.I. Sovereign Wealth Fund Act“.
Die Gesetzgebung würde der Öffentlichkeit einen direkten Eigentumsanteil an den größten KI-Entwicklern des Landes verschaffen. Sie würde über eine einmalige Steuer von 50 % funktionieren, die in Unternehmensaktien statt in bar bezahlt wird.
Diese Abgabe würde xAI und andere große Unternehmen erfassen – eine Struktur, die er beschrieb als einen Weg, gewöhnlichen Amerikanern einen Anteil zu verschaffen. Die Regierung würde stimmberechtigte Aktien sowie gleich viele Sitze in den Aufsichtsgremien der Unternehmen erhalten.
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Warum Sanders die KI-Giganten ins Visier nimmt
Sanders argumentiert, dass KI auf dem kollektiven Wissen der Menschheit beruht – von Büchern und Liedern bis hin zu Journalismus und Code. Der dadurch entstehende Wohlstand solle daher der Allgemeinheit zugutekommen und nicht nur einer Handvoll Magnaten.
Er hob Sam Altman, Elon Musk und Dario Amodei als Personen hervor, die in einer dominanten Position in diesem Feld stehen. Der Fonds soll direkte Zahlungen an Amerikaner leisten und zugleich Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum finanzieren.
Der Zeitpunkt sorgte für Aufmerksamkeit.
Stunden nach Veröffentlichung des Beitrags bestätigte Anthropic, dass das Unternehmen vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang zu einer Bewertung von fast 965 Milliarden Dollar eingereicht hatte. Sanders verwies auch auf das Ausland und merkte an, dass Norwegens ölfinanzierter Staatsfonds inzwischen mehr als 2 Billionen Dollar umfasst.
Sanders erneuert Warnungen zu KI und Arbeitsplätzen
Der Plan baut auf einer verschärften Kampagne gegen die Branche auf. Im Februar warnte er im Senat, dass KI und Robotik Millionen von Arbeitsplätzen vernichten könnten.
In dieser Rede warb er für ein separates Gesetz, das neue KI-Rechenzentren verbieten würde.
Er verwies auf einen Bericht eines Ausschusses, der schätzte, dass nahezu 100 Millionen Arbeitsplätze in den USA gefährdet seien, und griff dieses Thema erneut in einer Kolumne für einen Kabelsender im April auf.
Vorerst bleibt der Fonds ein Versprechen. Sanders sagt, der vollständige Gesetzestext, einschließlich Ausgabenprioritäten und der praktischen Umsetzung, werde in den kommenden Wochen vorgelegt.
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