Bitcoin (BTC) steht erneut unter Verkaufsdruck nahe 62.000 US-Dollar: Auf Binance, Kraken und Bitstamp steigen die Bestände, während die Nachfrage US-amerikanischer Anleger schwach bleibt.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin-Reserven sind an mehreren großen Börsen gestiegen, während der Kurs nahe 62.000 US-Dollar unter Druck geriet.
- Ein Indikator für das Verhältnis von Walen zu Privatanlegern fiel auf ein 61‑Tage-Tief – große Adressen reduzierten Long-Exposure, Privatanleger blieben dagegen long.
- Der Coinbase Premium Index ist seit über drei Monaten negativ und signalisiert anhaltend schwache US-Nachfrage.
Bitcoin-Reserven
Daten von CryptoQuant zeigen, dass die Binance-Bestände binnen einer Woche um 1,45 % von 662.000 BTC auf 671.600 BTC gestiegen sind. Auf Kraken kletterten die Reserven um 3,48 % auf 154.500 BTC, während Bitstamp am Freitag, 14. August, einen Sprung um 41,67 % beziehungsweise 3.500 BTC meldete.
Höhere Börsenreserven bedeuten zwar nicht automatisch unmittelbare Verkäufe, erhöhen aber die Menge an Bitcoin, die kurzfristig auf Handelsplattformen verfügbar ist. Gelangt zusätzliches Angebot auf den Markt, während der Kurs ohnehin unter Druck steht, könnte dies eine rasche Erholung erschweren.
Parallel dazu gibt es Hinweise auf erneute Wal-Akkumulation – und das in einem Umfeld, das von einigen Marktbeobachtern bereits als spätere Phase eines Bärenmarkts beschrieben wird. Dennoch signalisiert der Anstieg der Reserven ein höheres Verkaufspotenzial und sorgt damit für ein gemischtes Bild, während Bitcoin versucht, die Zone um 62.000 US-Dollar zu verteidigen.
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Bitcoin-Nachfrage
Zahlen von Alphractal zeigen, dass das Delta „Bitcoin Whale vs. Retail“ von minus 0,17 am 8. August auf minus 0,68 gefallen ist – den niedrigsten Stand seit 61 Tagen. Negative Werte deuten darauf hin, dass Wale gehebelte Long-Positionen abbauen, während kleinere Marktteilnehmer überwiegend long bleiben. Nach der klaren Abweisung im Angebotsbereich um 65.000 US-Dollar sorgt dieses Auseinanderlaufen für zusätzliche Vorsicht.
Aus Bewertungssicht wirkt der Markt gemessen an einem langfristigen Indikator inzwischen günstig. Analyst Axel Adler Jr. verweist auf das Bitcoin Rainbow Chart, das aktuell stark unterbewertete Niveaus signalisiert. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein historisches Bewertungswerkzeug ohne Prognosecharakter; eine beginnende Trendwende lässt sich damit nicht bestätigen.
Gleichzeitig weist Darkfost darauf hin, dass der Coinbase Premium Index seit mehr als drei Monaten im negativen Bereich verharrt.
Der Index vergleicht die Bitcoin-Notierungen auf Coinbase und Binance; negative Werte deuten auf schwächere Nachfrage von US-Investoren hin.
Bitcoin ist wiederholt unterhalb der Angebotszone um 65.000 US-Dollar gescheitert, während der Coinbase Premium Index über Monate negativ blieb. In Summe fehlt damit ein klares Signal für eine Nachfragestärkung aus den USA – trotz Hinweisen auf Unterbewertung und der parallelen Evidenz, dass einzelne Wale weiter akkumulieren.
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