Bitcoin (BTC) erlebt den aggressivsten institutionellen Nettoverskauf seiner Geschichte. Die kombinierte Änderungsrate der Bestände in Spot‑ETFs und bei Treasury‑Unternehmen ist laut Capriole Investments‑Gründer Charles Edwards auf -319 % eingebrochen.
Was passiert ist: Rekordhohe institutionelle Abflüsse
Edwards veröffentlichte seine Analyse auf X und nutzte Spot‑börsengehandelte Fonds und Treasury‑Unternehmen als Proxy für das institutionelle Verhalten im Bitcoin‑Netzwerk. Die kombinierte monatliche Änderungsrate der ETF‑ und Treasury‑Bestände ist stark ins Negative gedreht.
Treasury‑Unternehmen allein verbleiben knapp im positiven Bereich, vermutlich aufgrund der fortgesetzten Akkumulation durch Strategy. Spot‑ETFs hingegen sind tief in negatives Terrain gefallen.
Edwards verfolgte außerdem eine Kennzahl, die er Net Institutional Buying nennt. Sie misst die kombinierten Veränderungen der ETF‑ und Treasury‑Bestände im Verhältnis zum neu geschürften BTC‑Angebot. Während der Erholung im Januar drehte diese Kennzahl kurz ins Positive, was bedeutete, dass Institutionen schneller kauften, als Miner neue Coins produzieren konnten.
Diese Entwicklung kehrte sich rasch um. Der Indikator fiel auf -319 %, einen zuvor nie erreichten Wert.
„Aggressivster institutioneller Nettoverskauf von Bitcoin EVER in der vergangenen Woche“, schrieb Edwards.
Warum das wichtig ist: Risiko eines Quanten‑Abschlags
Edwards führte den institutionellen Rückzug auf wachsende Sorgen über die Quantencomputing‑Bedrohung für Bitcoin zurück. Die Technologie könnte theoretisch genutzt werden, um ältere, verwundbare BTC‑Wallets zu kompromittieren.
In einem letzte Woche veröffentlichten Research‑Bericht argumentierte Edwards, dass dieses Risiko bereits beeinflusst, wie rationale Anleger den Vermögenswert bewerten. „Wenn man sich die Statistiken dazu ansieht, wann der Q‑Day voraussichtlich eintreten wird, diskontiert der rationale Investor den fairen Wert von Bitcoin heute um 20 %“, erklärte er.
Edwards präsentierte Daten, die zeigen, dass dieser Abschlag jedes Jahr steigen würde, in dem das BTC‑Netzwerk nicht gegen Quantenangriffe aufgerüstet wird.
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