Anleger, die über US-Spot-Exchange-Traded-Funds in Bitcoin (BTC) eingestiegen sind, blicken derzeit auf Verluste, da die Kryptowährung deutlich unter ihrem durchschnittlichen Kaufpreis notiert.
Was passiert ist
Laut Daten des Glassnode-Analysten Sean Rose zahlte der typische ETF-Käufer rund 84.100 US‑Dollar pro Bitcoin, berichtete Bloomberg (reported).
Bei Kursen um 79.000 US‑Dollar entspricht das Buchverlusten in der Größenordnung von 8 % bis 9 %.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich diese Anleger im Minus wiederfinden.
Eine ähnliche Situation ergab sich im November, als Bitcoin unter die durchschnittliche Kostenbasis fiel und damit die Standfestigkeit neuer Marktteilnehmer testete.
Während frühere Käufer vom Beginn des Jahres 2024 weiterhin im Plus liegen, stehen spätere Investoren jetzt im Wasser.
Ein Rückgang von 35 % vom Hoch und es geht weiter
Bitcoin ist von seinem Hoch im Jahr 2025 um mehr als 35 % gefallen und am Wochenende bei dünnen Handelsumsätzen kurzzeitig unter 77.000 US‑Dollar gerutscht.
Der Rückgang spiegelt eine Kombination aus nachlassenden Zuflüssen, geringerer Liquidität und schwindender makroökonomischer Attraktivität wider.
Auffällig ist, dass Bitcoin nicht mehr auf klassische Impulse wie einen schwächeren Dollar oder zunehmende geopolitische Spannungen reagiert. ETF-Zuflüsse schnellten Anfang Januar kurzzeitig in die Höhe, haben sich seitdem aber ins Gegenteil verkehrt.
Mehrere Fonds verzeichnen anhaltende Abflüsse, da sowohl die Nachfrage von Privatanlegern als auch von Institutionen abkühlt.
Rose stellte fest, dass Anleger vorsichtiger geworden sind und lieber auf klarere makroökonomische Signale warten, bevor sie Positionen aufstocken.
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Auch die Unternehmensakkumulation hat sich verlangsamt und unterstreicht die breitere Zurückhaltung.
Keine Panik, aber auch keine Käufer
Anders als frühere Korrekturen, die Panikverkäufe auslösten, ist die aktuelle Lage eher von Abwesenheit als von Alarm geprägt.
Die Rallye, die Bitcoin Anfang dieses Jahres über 125.000 US‑Dollar trieb, wurde von Optimismus über regulatorische Klarheit und institutionelle Adoption getragen. Doch nach dem Crash im Oktober, der Milliarden an gehebelten Positionen aus dem Markt spülte, sind viele dieser Käufer bislang nicht zurückgekehrt.
Der K33-Forscher Vetle Lunde stellte fest, dass der aktuelle Rückgang im Verhältnis zur Kostenbasis als der zweittiefste in der Geschichte rangiert.
Ohne eine überzeugende neue Erzählung warnen Analysten, dass der Markt in eine negative Rückkopplungsschleife geraten könnte: Fallende Kurse schrecken neue Käufer ab, was die Flaute wiederum verstärkt.
107 Milliarden US‑Dollar an Vermögen, aber offene Fragen bleiben
Dennoch bleibt die ETF-Kategorie bedeutend.
Trotz der jüngsten Abflüsse halten Spot-Bitcoin-ETFs zusammen rund 107 Milliarden US‑Dollar an Vermögenswerten – eine beachtliche Größe für eine Produktklasse, die es in den USA vor weniger als zwei Jahren noch nicht gab.
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