US-Spot-ETFs auf Bitcoin (BTC) verbuchten in nur vier Handelstagen der vergangenen Woche Abflüsse von 462,7 Mio. US‑Dollar und durchbrachen damit eine dreiwöchige Serie von Nettozuflüssen. Ether-Fonds (ETH) dagegen legten im selben Zeitraum um fast 197 Mio. US‑Dollar zu.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin-ETFs verbuchten zwischen dem 8. und 11. September Nettoabflüsse von 462,7 Mio. US‑Dollar – die erste Verlustwoche seit einem Monat.
- ARK 21Shares führte mit Rückgaben von 234,2 Mio. US‑Dollar die Verkäufe an, dicht gefolgt von Grayscales Trust mit 129,1 Mio. US‑Dollar.
- Ether-ETFs zogen 196,9 Mio. US‑Dollar an, davon entfielen allein am Freitag 148,8 Mio. US‑Dollar auf BlackRocks Ethereum-Fonds.
Bitcoin-ETF-Abflüsse weiten sich aus
Die Rückgaben zogen sich laut Farside Investors durch jede Sitzung von Dienstag bis Freitag – in einer durch den Labor-Day-Feiertag verkürzten Handelswoche. Den größten Druck gab es am Donnerstag, als Investoren an einem Tag 282,7 Mio. US‑Dollar abzogen – der höchste Tagesabfluss seit Juli. Am Freitag kühlten die Rückgaben auf 13,2 Mio. US‑Dollar ab, doch laut SoSoValue summierte sich die Negativserie damit auf vier Handelstage in Folge.
Der ARK 21Shares Bitcoin ETF verzeichnete mit 234,2 Mio. US‑Dollar die höchsten wöchentlichen Mittelabflüsse. Dahinter folgte der Grayscale Bitcoin Trust, der im gleichen Zeitraum 129,1 Mio. US‑Dollar preisgab. BlackRocks iShares Bitcoin Trust verlor 52,5 Mio. US‑Dollar, der Wise Origin Bitcoin Fund von Fidelity gab 50,7 Mio. US‑Dollar ab.
Der Bitcoin-ETF von Morgan Stanley hielt sich vergleichsweise stabil und konnte rund 19,6 Mio. US‑Dollar an frischem Kapital einsammeln. Am Gesamtvolumen der Anlageklasse änderten die Abflüsse jedoch wenig: Spot-Bitcoin-ETFs verwalten weiterhin rund 97,58 Mrd. US‑Dollar an Nettovermögen und damit etwa 6,28 % der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung. Die seit dem Start der Produkte im Januar 2024 kumulierten Zuflüsse sanken von 55,62 Mrd. auf 55,15 Mrd. US‑Dollar.
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BlackRock treibt Zuflüsse in Ether-ETFs
Ether-Produkte entwickelten sich in denselben vier Sitzungen gegenläufig, auch wenn der Umschwung erst ganz am Ende einsetzte. Zunächst waren die Ströme volatil: Am Dienstag flossen 24,3 Mio. US‑Dollar ab, am Mittwoch kamen 34,7 Mio. US‑Dollar herein, am Donnerstag gingen weitere 29,9 Mio. US‑Dollar verloren. Erst am Freitag drehte die Bilanz deutlich ins Plus, als die Kategorie insgesamt 216,4 Mio. US‑Dollar anzog.
BlackRocks iShares Ethereum Trust zeichnete allein am Freitag für 148,8 Mio. US‑Dollar der Zuflüsse verantwortlich, während der 21Shares Core Ethereum ETF am selben Tag weitere 29,1 Mio. US‑Dollar einsammelte. Auch Fonds auf Solana (SOL) und XRP (XRP) blieben im Plus und verbuchten Zuflüsse von 10,3 Mio. bzw. 18,98 Mio. US‑Dollar. Ether-ETFs weisen damit mittlerweile die vierte Woche in Folge Nettozuflüsse aus.
Ted Pillows warnt vor Bitcoin-Schwäche
Analyst Ted Pillows verwies auf eine schwache Wochenkerze bei Bitcoin und warnte, dass die Verkäufer das Ruder übernehmen dürften, falls die Woche nahe ihrem Tief schließe. Die Spannung steigt zusätzlich, weil die US-Notenbank Federal Reserve am 16. September ihren nächsten Zinsentscheid fällt. Terminmärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 25 Basispunkte derzeit auf 87 %.
Die aktuelle Kehrtwende unterbricht eine ungewöhnlich starke Phase für die Anlageklasse. Im August verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von 3,52 Mrd. US‑Dollar – der bislang beste Monat 2026, nachdem im Juli lediglich 172 Mio. US‑Dollar zugeflossen waren und Bitcoin im gleichen Zeitraum rund 25 % zulegen konnte. Trotz der jüngsten Abflüsse liegen Spot-Bitcoin-ETFs im September weiterhin im Plus und kommen per Freitag auf Nettozuflüsse von rund 307,3 Mio. US‑Dollar.
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