Bitcoin verteidigt Marke von 64.000 Dollar vor umstrittenem Fed-Entscheid

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Mehjabeen ArsiwalaJul, 29 2026 12:30
Bitcoin verteidigt Marke von 64.000 Dollar vor umstrittenem Fed-Entscheid

Bitcoin (BTC) behauptete sich am Mittwoch über 64.000 US‑Dollar, während Anleger auf einen Zinsentscheid der US‑Notenbank Federal Reserve warteten, der die erste Erhöhung seit drei Jahren bringen könnte.

Wichtigste Punkte:

  • Bitcoin legte vor der Fed‑Entscheidung am Mittwoch um 0,75 % auf 64.328 US‑Dollar zu.
  • Terminmärkte beziffern die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts um 25 Basispunkte auf 35,8 %, nach 25,7 % vor einer Woche.
  • Citadel rechnet mit einer überraschenden Anhebung, Kragens Volkswirt erwartet hingegen unveränderte Zinsen.

Bitcoin-Kurs stabilisiert sich über 64.000 Dollar

Bitcoin notierte am frühen Mittwoch bei 64.328 US‑Dollar, ein Plus von 0,75 %, womit ein Teil der Vortagesverluste wettgemacht wurde.

Damit endete eine volatile Phase, in der die Kryptowährung in der Vorwoche zunächst 66.700 US‑Dollar erreicht und anschließend bis auf 62.400 US‑Dollar nachgegeben hatte, nachdem ein Abverkauf am südkoreanischen Aktienmarkt auf Risikoanlagen durchgeschlagen war. Ein Referenzindex aus 20 großen Token gewann 0,41 %, wobei Gewinner und Verlierer in etwa ausgeglichen waren.

Ether (ETH) gab um 0,13 % nach, während XRP (XRP) mit einem Anstieg von 1,72 % auf 1,086 US‑Dollar die größeren Coins anführte. Cardano (ADA) legte 1,48 % zu. Beide setzten ihre Erholung von den Jahrestiefs im Juli fort. Monero (XMR) stieg um 1,82 % auf 347 US‑Dollar und verlängerte damit eine unspektakuläre, aber beständige Phase der Outperformance von Privacy‑Coins, die im Umfeld der jüngsten Turbulenzen kaum Beachtung gefunden hat.

Gold verharrte über 4.000 US‑Dollar, Silber legte 1,40 % zu und die Futures auf die großen US‑Aktienindizes tendierten leicht fester – ein Muster, das eher auf Absicherungspositionen als auf ausgeprägte Risiko­bereitschaft hindeutet.

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Citadel und Kraken mit gegensätzlichen Fed-Szenarien

Der Hedgefonds Citadel, der 67 Milliarden US‑Dollar verwaltet, stellt sich auf eine überraschende Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch Fed‑Chef Kevin Warsh ein, wenn die Entscheidung am Mittwochabend veröffentlicht wird.

Ein solcher Schritt würde die US‑Leitzinsen in eine Spanne von 3,75 % bis 4 % anheben und die Renditen von US‑Staatsanleihen nach oben treiben – Gegenwind für riskantere Anlagen. Frank Flight, Leiter der Makrostrategie bei Citadel Securities, schreibt, ein Zinsschritt jetzt würde die Ära der „Forward Guidance“ beenden und die Märkte zwingen, sich stärker an den Konjunkturdaten statt an Erwartungen zu orientieren.

Kraken‑Chefökonom Thomas Perfumo vertritt die Gegenposition und hält es für am wahrscheinlichsten, dass die Fed auf ihrer Juli‑Sitzung die Zinsen unverändert lässt. Eine Inflationsrate von 4,1 % stützt zwar das Lager der Zinshardliner, doch die Entspannung im Konflikt zwischen Iran und den USA hat die Ölpreise gedrückt und damit die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung reduziert.

Bitcoin-Optionen deuten auf vorsichtige Absicherung

Die Entscheidung wird um 14 Uhr US‑Ostküstenzeit bekannt gegeben – ohne neue Projektionen. Damit rücken die Formulierungen im begleitenden Statement sowie die halbstündige Pressekonferenz danach in den Fokus der Marktteilnehmer.

Das offene Interesse über sämtliche Krypto‑Derivatemärkte blieb binnen 24 Stunden nahe 113 Milliarden US‑Dollar, während das Handelsvolumen um 10 % auf 205 Milliarden US‑Dollar anzog. Das spricht für stabile Positionierung bei leicht erhöhter Umschlagshäufigkeit.

Im Optionsmarkt dominierten Put‑Kontrakte mit Ausübungspreisen von 62.000, 60.000 und 54.000 US‑Dollar das Bitcoin‑Volumen – ein Hinweis darauf, dass sich einzelne Handelshäuser gezielt nach unten absichern.

Insgesamt ist Bitcoin den Großteil des Juli tendenziell abgebröckelt und hat damit den Anstieg wieder abgegeben, der den Kurs zuvor in Richtung 66.700 US‑Dollar geführt hatte, bevor es in dieser Woche unter 63.000 US‑Dollar ging. Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts ist im Monatsverlauf kontinuierlich gestiegen – von 10,7 % vor neun Tagen auf 38 % am 24. Juli – und hat die Risikobereitschaft bei gehebelten Positionen im gesamten Markt gebremst.

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