Bitcoin (BTC) könnte vor dem Abschluss seiner aktuellen Bärenphase noch eine weitere Abwärtsbewegung erleben – trotz der Rückeroberung der Marke von 70.000 $ in dieser Woche, so der Gründer von Alphractal, Joao Wedson.
Wedsons On‑Chain‑Warnung
In einem Beitrag auf X vom 10. April verwies Wedson auf ein spezifisches On‑Chain‑Signal: den Investor Price, der unter den Long-Term Holder Realized Price fällt. Der Investor Price bildet die durchschnittliche Kostenbasis wirtschaftlich aktiver Coins ab. Wenn er unter das Niveau fällt, das Langfrist‑Holder bezahlt haben, bedeutet das, dass neues Kapital zu niedrigeren Preisen eingestiegen ist als erfahrene Investoren.
Wedson sagte, dieses Muster trete typischerweise nach Distributionsphasen auf, wenn die Nachfrage nachlässt und marginale Käufer sich zurückziehen.
„Langfristige Holder verkaufen historisch weniger, wenn der Preis sich ihrem Einstand nähert oder darunter fällt“, schrieb er auf X. „Dieses Signal legt nahe, dass ein letzter Dump beim Bitcoin‑Preis weiterhin wahrscheinlich ist.“
Der LTH Realized Price scheint nun über den Investor Price auszubrechen.
Das signalisiert einen Übergang, bei dem schwächere Hände aussteigen und stärkere Holder das Angebot aufnehmen – doch die Aufnahme verläuft langsamer als üblich. Das erklärt, warum sich BTC in solchen Phasen häufig in einer mittelfristigen Akkumulationszone einpendelt.
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Bitcoin‑Reset in der Zyklusmitte
Da der Investor Price unter dem LTH Realized Price liegt, neigen Rallyes dazu, schnell zu stocken. Verkäufer, die bei ihrem Einstand aussteigen wollen, erzeugen einen Angebotsüberhang, der Aufwärtsbewegungen deckelt und seitwärts bis abwärts gerichtete Kursmuster verstärkt, bis neue Nachfrage einsetzt.
Wedson beschrieb die aktuelle Struktur eher als Reset in der Mitte des Zyklus denn als endgültigen Boden. Der Markt scheint frühere Exzesse zu verdauen und Kostenbasen neu auszubalancieren, während Coins zu geduldigeren Haltern wandern. „Das Umfeld begünstigt zeitbasierte Akkumulation gegenüber impulsgetriebenen Expansionen“, schrieb Wedson.
BTC‑Kursschwankungen über 70.000 $
Bitcoin stieg am 7. April über 70.000 $, gestützt durch nachlassende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine Pause der breiteren Marktvolatilität.
Die Bewegung folgte auf eine anhaltende Erholung von Tiefstständen nahe 60.000 $ im Februar, wobei Spot‑ETFs im März und frühen April für stabile institutionelle Nachfrage sorgten. BTC berührte kurzzeitig 73.000 $, bevor der Kurs zurücksetzte, und die Marke von 70.000 $ fungiert seither eher als umkämpfte Unterstützungszone denn als bestätigter Boden.
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