Bitcoin (BTC) ist wieder über die Marke von 78.000 US‑Dollar gestiegen, nachdem Händler auf neue Aussagen zur US‑Iran‑Diplomatie reagiert haben – obwohl Teheran die Darstellung von Donald Trump zurückwies, das Land dränge auf einen schnellen Deal.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin erholte sich auf ein Tageshoch von 78.940 Dollar, nachdem der Kurs in den vergangenen 24 Stunden zeitweise bis auf 76.367 Dollar gefallen war.
- Trump erklärte, Iran sei begierig auf eine Einigung, doch die staatlichen Medien in Teheran widersprachen dieser Darstellung.
- Der Ölpreis hielt sich über 100 Dollar je Barrel und setzt damit die Inflationserwartungen und Risikoanlagen weiter unter Druck.
Bitcoin‑Markt erholt sich
Bitcoin legte wieder zu während der US‑Handelszeit, da Investoren Trumps Kommentare gegen Signale abwogen, dass sich der regionale Konflikt weiter ausweiten könnte. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump, Iran wolle „einen Deal, so schnell wie möglich, so dringend wie möglich“, während Washington signalisiert habe, für Gespräche offen zu bleiben.
Auch die US‑Aktienmärkte erholten sich von einem vorherigen Ausverkauf: Laut Berichten flossen innerhalb von drei Stunden rund 570 Milliarden Dollar wieder in den Markt zurück, nachdem zuvor mehr als 600 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet worden waren. Bitcoin folgte der insgesamt verbesserten Risikostimmung, sodass ein Großteil des vorherigen Rückgangs wieder aufgeholt wurde.
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Einschätzung von Derek Tang
Später wiesen Irans staatliche Medien Trumps Behauptung zurück, Teheran strebe eine rasche Einigung an. LiveSquawk zitierte zudem die iranische Nachrichtenagentur ILNA mit der Aussage, die USA verfolgten über einen pakistanischen Vermittler ein schrittweises Abkommen. Eine endgültige Vereinbarung wurde nicht bestätigt.
Die Auseinandersetzung ist für die Märkte relevant, weil die Energiemärkte weiterhin stark von einer Eskalation des Konflikts in der Region abhängig sind: US‑Rohöl notierte zuletzt nahe 103 Dollar je Barrel, Brent‑Öl bei rund 108 Dollar. Oman verschob zudem geplante regionale Gespräche über die Lage in der Straße von Hormus, während Gefechte unter Beteiligung der von Iran unterstützten Huthi‑Milizen den Druck auf die Schifffahrtsrouten im Roten Meer erhöhten.
MPA Macro‑Analyst Derek Tang erklärte, Händler würden zunehmend erkennen, dass ein Krieg mit Iran deutlich länger andauern könnte als bislang vom Markt eingepreist – mit entsprechend geringem Entlastungspotenzial für die Energiepreise. Höhere Ölpreise verstärken den Inflationsdruck und könnten zu strafferen Geldpolitik‑Erwartungen führen – beides Faktoren, die auf spekulativen Anlagen wie Bitcoin lasten.
Bitcoin hat bereits gezeigt, wie schnell geopolitische und makroökonomische Schlagzeilen die kurzfristige Stimmung drehen können: Die Kryptowährung fiel zunächst auf 76.367 Dollar, bevor sie in derselben Sitzung wieder in Richtung 79.000 Dollar anzog. Zuvor hatte sich der Kurs schon von rund 60.000 Dollar Ende August erholt, liegt aber weiterhin deutlich unter seinem Höchststand von Oktober 2025 von über 126.000 Dollar.
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