Bitcoin (BTC) hat sich deutlich erholt und nähert sich wieder der Marke von 69.000 Dollar. Auslöser ist ein massives Rückkaufprogramm für US-Staatsanleihen, das Standard Chartered-Analyst Geoff Kendrick mit einer möglichen Rallye Richtung 100.000 Dollar verknüpft.
Zentrale Punkte:
- Bitcoin legte am Mittwoch über 6 % zu und überschritt damit Kendricks zentralen technischen Widerstand bei 65.500 Dollar.
- Das US-Finanzministerium wird die maximale Höhe der Rückkäufe ausgewählter langlaufender Anleihen je Operation von 2 auf 4 Milliarden Dollar mindestens verdoppeln.
- Laut Kendrick untermauert der Kurswechsel die These, dass das Zyklustief bei Bitcoin womöglich bereits hinter uns liegt.
Rückkäufe als Rückenwind für Bitcoin
Das US-Finanzministerium kündigte am 19. August an, die Liquiditäts-Rückkäufe für nominale Kuponanleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren sowie 20 bis 30 Jahren auszuweiten. Von 9. September bis 4. November soll das maximale Volumen je Operation von bislang 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden Dollar steigen. In einer Kundenanalyse, die Cointelegraph vorliegt, bringt Kendrick diese Ausweitung direkt mit der jüngsten Bitcoin-Erholung in Verbindung.
Nach der Ankündigung gaben die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen nach und nahmen damit etwas Druck von den Finanzmärkten, der sich durch den vorangegangenen Bond-Ausverkauf aufgebaut hatte. Bitcoin kletterte um mehr als 6 % und handelte im späten US-Vormittag nahe 69.000 Dollar – dem höchsten Stand seit Anfang Juni.
Kendrick identifizierte 65.500 Dollar als entscheidende technische Marke und erklärte, ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte bestätigen, dass das zyklische Tief bereits markiert wurde. Anleger sollten sich seiner Einschätzung nach auf einen möglichen Anstieg in Richtung 100.000 Dollar bis Ende 2026 einstellen.
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Kendricks Einschätzung
Kendrick bezeichnete die Treasury-Ankündigung als „genau die Art Maßnahme, die Bitcoin liebt“. Regulatorische Eingriffe zur Stützung der Marktliquidität hätten historisch vor allem knappe Anlagegüter wie Bitcoin begünstigt, argumentiert er. Zusätzlich verweise der typische Vier-Jahres-Zyklus der Kryptowährung auf ein bevorstehendes oder bereits erreichtes Tief – ein weiterer Baustein seines bullischen Szenarios.
Seine Argumentation stützt sich auf insgesamt lockerere Finanzierungsbedingungen, nicht auf eine direkte Unterstützung der Kryptomärkte durch das Finanzministerium.
Sinkende langfristige Renditen können den Druck auf Risikoanlagen mindern. Gleichzeitig bietet die feste Obergrenze des Bitcoin-Angebots Investoren einen zusätzlichen Anreiz, Liquiditätsmaßnahmen als kursstützend zu interpretieren.
Kendricks Ausblick hat sich im Verlauf von 2026 mehrfach verschoben, während Bitcoin eine tiefe Korrektur durchlief. Im Februar hielt er einen Rückgang in Richtung 50.000 Dollar für möglich, im Juni sprach er davon, dass ein Tief nahe 59.000 Dollar den „Krypto-Winter“ wahrscheinlich beendet habe.
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