Bitcoin-Verschlüsselung jetzt zu 49 % wahrscheinlich in 10 Jahren gebrochen zu werden, ergibt Umfrage des Global Risk Institute

Bitcoin-Verschlüsselung jetzt zu 49 % wahrscheinlich in 10 Jahren gebrochen zu werden, ergibt Umfrage des Global Risk Institute

Der siebte jährliche Quantum Threat Timeline Report des Global Risk Institute, verfasst von Dr. Michele Mosca und Dr. Marco Piani von evolutionQ, befragte 26 internationale Quantencomputing-Experten und ergab, dass die durchschnittlich geschätzte Wahrscheinlichkeit eines kryptografisch relevanten Quantencomputers, der innerhalb von 10 Jahren entsteht, nun zwischen 28 % und 49 % liegt – der höchste Wert in der siebenjährigen Geschichte des Berichts.

Ergebnisse der Expertenumfrage

Der Bericht befragte Spezialisten aus Wissenschaft und Industrie in Nordamerika, Europa, Asien und Ozeanien. Die Hälfte der Befragten setzte die 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit bei ungefähr 50 % oder höher an. Sechs bewerteten sie mit über 70 %.

Nach 15 Jahren wird der Ausblick deutlicher.

Achtzehn der 26 Experten schätzten die Wahrscheinlichkeit eines kryptografisch relevanten Quantencomputers auf 50 % oder mehr, wodurch sich der durchschnittliche Bereich zwischen 51 % und 70 % einpendelt.

Nach 20 Jahren dominiert nahezu Gewissheit: 92 % der Befragten sehen die Wahrscheinlichkeit bei 50 % oder höher, fast die Hälfte bezeichnet sie als „äußerst wahrscheinlich“. Die Umfrage wurde vor einer Reihe jüngster Forschungsdurchbrüche durchgeführt – darunter ein Quantum-AI-Papier von Google, das die geschätzte Anzahl benötigter Qubits zum Brechen elliptischer Kurvenkryptographie um den Faktor 20 reduzierte – weshalb die Ergebnisse den Fortschritt möglicherweise bereits unterschätzen.

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Auswirkungen auf die Kryptoindustrie

Die Ergebnisse haben direkte Folgen für Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und andere große Blockchains, die elliptische Kurvenkryptographie zur Absicherung von Transaktionen verwenden.

Eine ausreichend leistungsfähige Quantenmaschine, die Shors Algorithmus ausführt, könnte theoretisch aus öffentlichen Schlüsseln private Schlüssel ableiten und damit die Signaturverfahren untergraben, die nahezu jede Onchain-Transaktion authentifizieren.

Der Grad der Vorbereitung ist sehr unterschiedlich. Bitcoin verfügt über keinen koordinierten Migrationsplan, und Chaincode Labs hat geschätzt, dass ein Notfall-Upgrade mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen würde, wobei ein realistischer Zeitrahmen eher bei sieben Jahren liegt.

Die Ethereum Foundation veröffentlichte im Februar eine formale Roadmap für Post-Quanten-Kryptographie und peilt das Jahr 2029 für Quantenresistenz an.

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