Rund 6,04 Millionen Bitcoin (BTC), oder 30,2 % des ausgegebenen Angebots, liegen auf Adressen, bei denen die öffentlichen Schlüssel bereits on-chain sichtbar sind.
Glassnode kartiert 30 % Quantum-Exposure
Die On-Chain-Analysefirma Glassnode veröffentlichte die Zahlen am 20. Mai in einem Bericht, der aufzeigt, welche Bitcoin-Bestände künftig einem Risiko durch Quantencomputing ausgesetzt sein könnten.
Die Methodik beruht auf einem einzigen Test.
A coin is classified as exposed at rest when the public key needed to spend it has already appeared on the blockchain.
Glassnode teilte die 6,04 Millionen Coins in zwei Kategorien auf. Strukturelle Exponierung, verknüpft mit Skripttypen, die den Schlüssel konstruktionsbedingt offenlegen, umfasst 1,92 Millionen BTC.
Operative Exponierung, getrieben durch Adresswiederverwendung und teilweises Ausgeben, macht 4,12 Millionen BTC aus. Diese zweite Zahl ist 2,1-mal so groß wie der strukturelle Anteil und verweist eher auf Verhaltensmuster als auf das Protokolldesign.
Die verbleibenden 13,99 Millionen BTC, rund 69,8 % des ausgegebenen Angebots, zeigen nach dem Rahmenwerk der Firma keine Public-Key-Exponierung.
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Börsen-Wallets konzentrieren das Risiko
An Börsen gehaltene Coins stellen die größte gekennzeichnete Teilmenge innerhalb der operativen Kategorie dar, mit etwa 1,66 Millionen BTC oder 8,3 % des Gesamtangebots. Das entspricht rund 40 % aller operativ exponierten Bitcoin.
Glassnode merkte an, dass fast die Hälfte der gekennzeichneten Börsensalden in die anfällige Kategorie fällt, gegenüber weniger als 30 % beim Nicht-Börsen-Angebot.
Die Unterschiede auf Entitätsebene sind groß. Coinbase-Bestände weisen nur 5 % Exponierung auf, während Binance bei 85 % liegt und Bitfinex nach derselben Methodik auf 100 % kommt.
Unter anderen Haltern liegen Fidelity und CashApp bei knapp 2 %, Grayscale bei rund 50 %, und sowohl Robinhood als auch WisdomTree bei 100 %. Staatliche Reserven in den USA, dem Vereinigten Königreich und El Salvador zeigen 0 % Exponierung.
Warum Adresshygiene jetzt wichtig ist
Die Forschenden rahmten den Bericht als Basismessung und nicht als Prognose. Das Unternehmen bezog keine Position dazu, wann oder ob ein kryptografisch relevanter Quantencomputer, der Shors Algorithmus ausführen kann, verfügbar sein wird.
Die praktische Schlussfolgerung betrifft die Verwahrer. Adressrotation, geringere Schlüsselnutzung pro Adresse und Migrationsplanung sind die Hebel, mit denen sich operative Exponierung ohne Änderungen am Protokoll senken lässt.
Die Bitcoin-Quantum-Debatte ist im Jahr 2026 wiederholt aufgeflammt. Google Quantum AI veröffentlichte ein zugehöriges Papier zur Sicherheit elliptischer Kurven bei Kryptowährungen im März, und BIP-360 hat einen Pay-to-Merkle-Root-Outputtyp als freiwilligen Migrationspfad für betroffene Halter vorgeschlagen.
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