Bitcoin könnte quantensicher sein, falls von Musk gestützte 400-Qubit-Theorie stimmt

A 400 qubit ceiling theory backed by Elon Musk collides with shrinking Bitcoin attack estimates. (Image: Shutterstock)
A 400 qubit ceiling theory backed by Elon Musk collides with shrinking Bitcoin attack estimates. (Image: Shutterstock)

Elon Musk hat eine physikalische Theorie unterstützt, die praktische Quantencomputer bei rund 400 Qubits deckelt. Bitcoin-Händler (BTC) werten das als Indiz, dass die bislang angenommenen 835 Qubits zum Knacken des Netzwerks unerreichbar bleiben.

Wichtigste Punkte:

  • Musk befürwortet eine Theorie eines diskreten Universums, die nutzbare Qubits bei etwa 400 deckelt – ohne Bezug zu Bitcoin.
  • Zum Brechen von Bitcoinkomponenten werden derzeit rund 835 logische Qubits veranschlagt, weniger als in früheren Studien.
  • IBM peilt bis 2029 rund 200 logische Qubits an – sowohl die physikalische Obergrenze als auch die Angriffsschätzung sind bisher unbelegt.

Elon Musk stützt Palmers Obergrenze für Qubits

Musk reagierte am 29. August auf einen Beitrag des Institute of Art and Ideas zur Arbeit des Oxforder Physikers Tim Palmer und schrieb, das Universum sei in Einheiten von Planck-Würfeln integer aufgebaut. Der Post war tags zuvor veröffentlicht worden. Weder Private Keys, digitale Signaturen noch das Bitcoin-Netzwerk kamen in seiner Replik vor – Musks Kommentar zielte auf Grundsatzfragen der Physik, nicht auf Kryptografie.

Investor Fred Krueger griff den Austausch am Folgetag auf und argumentierte, Bitcoin könne damit faktisch bereits quantensicher sein, da aktuelle Berechnungen 835 logische Qubits für einen Angriff ansetzen. Er verwies zudem darauf, dass sowohl Musk als auch Wagniskapitalgeber Steve Jurvetson die Forschung positiv kommentiert hätten.

Palmer, seit 2003 Mitglied der Royal Society, hat seine Karriere am Aufbau von Wettermodellen in Oxford ausgerichtet.

Sein im März in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlichtes Paper ersetzt die kontinuierliche Mathematik der Quantenmechanik durch eine diskrete Struktur. Die Studie schätzt eine praktisch nutzbare Obergrenze von grob 200 bis 400 Qubits auf aktueller Hardware und maximal 1.000 Qubits bei jeder denkbaren Architektur.

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Schätzungen zu Bitcoin-Signaturangriffen sinken weiter

In einem Juli-Paper haben Han Luo und sieben Koautoren die Zahl der benötigten logischen Qubits für einen Angriff auf die Bitcoin-Signaturkurve auf 835 gesenkt – der bislang niedrigste publizierte Wert. Sicherheitsforscher Marin Ivezic warnte jedoch, dass der gleiche Schaltkreis rund 20‑mal mehr Toffoli-Gates verbraucht als konkurrierende Designs. Das mache die Maschine schmaler im Qubit-Bedarf, aber keineswegs günstiger oder einfacher.

Google-Forscher Craig Gidney, dessen eigene Kalkulationen das Feld im Vorjahr neu justiert hatten, zeigte sich überrascht, dass die Gate-Anzahl deutlich unter seinen Erwartungen für einen exakten Schaltkreis lag.

Die Hardware bleibt der Engpass. Öffentliche Quantenrechner liegen weit unter dieser Größenordnung, und IBM plant, 2029 mit seinem Starling-System rund 100 Millionen Gates auf 200 logischen Qubits auszuführen.

StarkWare testet quantensichere Bitcoin-Transaktion

Die Verteidigungslinie von Bitcoin hat in dieser Woche schneller Fortschritte gemacht als die physikalische Debatte. Ein Forscher von StarkWare hat eine quantensichere Transaktion ohne Soft Fork im Mainnet platziert – ein Schritt, den CEO Eli Ben-Sasson eher als Rettungsboot denn als Anlass zur Entwarnung bezeichnete.

Die Diskussion zieht sich durch das ganze Jahr. Glassnode zählte im Mai rund 6,04 Millionen BTC, deren Public Keys bereits on-chain offengelegt sind. Coinbase hat ein Quantum Advisory Board eingerichtet, und ein Industriekonsortium sagte im Juli 15 Millionen US‑Dollar für Post-Quantum-Forschung zu. Michael Saylor hält unterdessen daran fest, dass eine reale Bedrohung mehr als ein Jahrzehnt entfernt sei. Bitcoin handelte am Sonntag bei rund 78.000 US‑Dollar und zeigte sich von den jüngsten Physikdebatten kaum bewegt.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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